Mittwoch, 9. September 2015

Auf zu neuen Ufern

Die Alster mit ihren Fleeten ist uns durch zahlreiche Paddeltouren schon vertraut. Nun wollten wir eine Entdeckungstour durch die weniger bekannten Kanäle rund um die untere Bille unternehmen. Als "untere Bille" wird der etwa 9km lange Abschnitt des Flusslaufes zwischen der Autobahn A1 bis zur Einmündung in den Oberhafen bei der Brandshofer Schleuse bezeichnet. Vor allem weil die Ufer der Kanäle dort nicht immer zugänglich sind, reizte es uns die Wasserstraßen im Gewerbe- und Industriegebiet mit einem Paddelboot zu erkunden. Ein Anwohner der Billhuder Insel hatte uns vor einigen Wochen bereits angeboten auf seinem Grundstück das Boot zu Wasser zu lassen und es nötigen Falls dort auch für ein paar Tage liegen zu lassen, wenn wir denn eines hätten. Hatte nicht irgendein Nachbar mal erwähnt er hätte ein Kanu in seinem Schuppen, als ich das letzte Mal seinen PC wieder flott gemacht hatte? Zufällig trafen wir ihn während der Cyclassics auf dem Rathausmarkt. Bei einem kühlen Bier brachte ich meinen Wunsch vor. Und ein paar Tage später kramten wir gemeinsam das Kanu aus den Tiefen seiner Garage. Ein geeigneter Dachgepäckträger für unseren " Kleinlaster" war vorhanden. Die Montage der Holme gestaltete sich wieder einmal als sehr umständlich. Nach ein paar erfolgreichen Hebeübungen, gemeinsam mit meiner mir angetrauten Steuerfrau, hievten wir das Boot ohne Schaden anzurichten auf das Autodach, zurrten es fest und brachten noch am überstehenden Heck ordnungsgemäß ein rotes Fähnchen an. Für Proviant hatten wir vorgesorgt. Handy und Kompaktkamera wurden in eine wasserdichte "Tubberdose" verstaut. Einen Routenplan hatte ich mit Bikemap erstellt, ausgedruckt und in eine geschützte Plastikhülle, die wir auch für unseren Radtouren nutzen, eingetütet. Dann brachen wir auf zur Billhuder Insel.

nur noch das rote Fähnchen ans Heck und dann kann's losgehen.

Dienstag, 25. August 2015

20. Hamburger Cyclassic

Am Sonntag den 23. August wurde in Hamburg die 20. Cyclassic ausgetragen. Der Start der 160 Profis erfolgte gegen 10:55h im Kieler Hafen von einer Autofähre. Die 221 km lange Strecke führte vorbei am Plöner See, über Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Pinneberg nach Hamburg. Für die über 20.000 Jedermänner begann der Start um 8:30. Sie konnten sich für drei verschiedenen Distanzen anmelden, 55, 100 oder 155 Kilometer. Als erster Profi fuhr der Rostocker André Greipel über die Ziellinie in der Mönckebergstraße. Doch auch der Zieleinlauf der Jedermänner wurde frenetisch gefeiert. Jeder Teilnehmer wurde von seiner Familie oder mitgereisten Freunden wie ein Sieger bei der Zieldurchfahrt bejubelt.


Zieldurchfahrt auf der Mönckebergstraße
Jeder Teilnehmer wird am Ziel wie ein Sieger bejubelt
nach den Strapazen großer Andrang bei den Erfrischungen
und dann die Beine vertreten

Freitag, 14. August 2015

Urban Falter

Durch einen Wohnungswechsel in meinem Arbeitsstandort habe ich nun einen längeren Arbeitsweg. Bisher hatte ich einen Fußweg von 15 Minuten auf dem Weg ins Büro. Daher hatte ich schon vorher mit dem Gedanken gespielt mir in Berlin ein Fahrrad zuzulegen. Irgendein gebrauchtes Teil für wenig Geld. Doch nun flitze ich mit meinem neuen, wendigen Faltrad an der Spree entlang. Hintergrund war eigentlich, dass wir im Urlaub auch gerne mal mit dem Rad den Zielort erkunden und in manchen Fällen unsere Räder mitgenommen haben. Weil wir mit zunehmendem Alter nicht mehr unsere großen Räder auf das Dach unseres Kleinwagens wuchten möchten, haben wir uns für die Anschaffung von Falträdern entschieden, die wir bequem im Auto unterbringen können. Wegen des geringen Packmaßes fiel unsere Wahl schnell auf die Räder vom britischen Hersteller Brompton. Der  Junction Shop in Hamburg war in der Lage uns die Räder in unserer Wunschausstattung kurzfristig anzubieten. Nach einer kurzen Überlegungsphase haben wir zugeschlagen. Einen Preisnachlass konnten wir nicht herausschlagen dafür gab es ein paar kleine Extras kostenlos dazu. Ein wenig Ärgerlich waren zwei Mängel, die bei der Endkontrolle übersehen wurden. Bei einem Rad war die Schaltung nicht eingestellt. Es fuhr nur im höchsten Gang. Beim anderen funktionierte die Lichtanlage nicht. Aber beides wurde schnell behoben.

KviX mein quirliger kleiner Flitzer in
seiner Garage im Wohnzimmerschrank
Parkplatz neben dem Büroschreibtisch

Noch am selben Tag unternahmen wir eine Radtour entlang der Wandse vom Eichtalpark nach Alt-Rahlstedt. Der kurze Radstand und die kleinen 16Zoll-Räder sind gewöhnungsbedürftig. Auch beim Fahrkomfort muss man gegenüber den großen Rädern ein paar Abstriche in Kauf nehmen. Gerade auf Kopfsteinpflaster wird man ordentlich durchgerüttelt. Die mitgelieferten Schaumstoffgriffe absorbieren die Vibrationen vom Lenker nur schlecht. Das Auswechseln der Griffe gestaltete sich recht schwierig, da sie am Lenker verklebt sind. Aber die Mühe lohnt sich. Mit den neuen Griffen von Ergon fährt es sich deutlich angenehmer. Auch schon bei leichten Kurvenfahrten sollte man das kurveninnere Pedal hoch nehmen, sonst setzt es auf. Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt. Unschlagbar ist es dann im zusammengefalteten Zustand. Innerhalb einer Minute ist es eingeklappt. Das 12kg schwere Rad lässt sich gut tragen oder mit Hilfe des ausgeklappten Lenkers problemlos hinter sich her ziehen. Im ICE ist es einfach hinter dem Sitz zu verstauen. Auch in den U- oder S-Bahnen kann man es jederzeit mitnehmen. Seit zwei Wochen habe ich es nun im Einsatz und benutze es für den Weg ins Büro. Morgens schaffe ich die Strecke leicht und locker in 15 Minuten ohne mich abzustrampeln. Der Rückweg zu meiner Unterkunft dauert länger, nicht nur weil es dann bergauf geht, sondern auch wegen der vielen Touristen die am Nachmittag rund um den Alexanderplatz und der Museumsinsel unterwegs sind. Mein besonderes Augenmerk gilt allerdings den Schienen der Straßenbahn, die ich am Hakischen Markt mehrmals kreuzen muss. Ein Verkehrshindernis, das ich aus meiner Heimatstadt Hamburg nicht mehr kenne.

ein weiteres Kleinrad im Büro

Donnerstag, 6. August 2015

Rund um die Billekanäle

Es ließ uns keine Ruhe, dass wir am Vortag rund um die Billhuder Insel keinen Kanuverleih gefunden hatten. Weil wir es genau wissen wollten radelten wir am Sonntag noch einmal zu einer Erkundungstour los. Vergeblich kreuzten wir durch den Kleingartenverein auf der Billhuder Insel. Selbst Fiete D. ein alt eingesessener Anwohner, den wir um Auskunft baten, zuckte nur mit den Schultern. Aber immerhin bot er uns die Möglichkeit an bei ihm ein Kanu ins Wasser zu lassen, wenn wir denn eins hätten. Auch als wir den Suchradius ausdehnten stellte sich kein Erfolg ein.

viele Boote nur kein Bootsverleih für Kanus
wenn die Hamburger Flaggen auf dem Dach nicht wären,
könnte man denken wir wären in einer anderen Stadt.

Dafür trafen wir an der Kreuzung Süderstraße Borstelmannsweg auf ein Gebäude, das inzwischen den Gewerbehöfen und Lagerhallen wie ein Fremdkörper wirkte. Die Marmorsäule auf der Verkehrsinsel vor dem Bürohaus verstärkte noch den Eindruck. Das Störtebeker-Haus passt von seiner Architektur eher in den mediterranen Raum als nach Hamm-Süd. Mittlerweile hatten wir unser Vorhaben aufgegeben und radelten der Nase nach durch Rothenburgsort.

ehemalige Schule am Bullenhuser Damm
Vorbei an der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm, wo während der Naziherrschaft zwanzig Kinder und ihre Betreuer ermordet wurden. Wir folgten der Bille stromaufwärts durch das Industriegebiet. Am Billwerder Billdeich fanden wir etwas Versteckt im Gewerbepark das Vereinshaus "Bermuda Dreieck" vom Angel- u. Wassersport- Verein-Bille Au WSVB e.V. Direkt am Billeufer holten wir uns ein großes Alsterwasser und setzten uns an die Bille, wo wir wehmütig den Freizeitkapitänen hinterher sahen, die mit ihren kleinen Motorbooten auf der Bille schipperten.

Bermuda Dreieck
Freizeitkapitän auf der Bille

Bis zur Autobahn A1 folgten wir der Bille, dann fuhren wir entlang der Glinder Au in Richtung Norden bis zu B5. Hier fuhren wir wieder stadteinwärts bis zur Horner Rampe. Nach einem Abstecher durch Marienthal und dem Wandsbeker Gehölz erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.


Paddeltour auf der Gose Elbe

Als wir letzten Sonnabendmorgen zum Einkauf auf den Wochenmarkt aufbrachen war es noch frisch. Noch während des Marktbummels kamen wir allmählich ins Schwitzen. Die Wetterprognosen sollten also zutreffen und nach einer verregneten stürmischen Woche folgte wieder ein Wochenende mit Sonnenschein. Nach dem Paddelausflug in Wilhelmsburg wollten wir versuchen die Kanäle rund um Billerhuder Insel zu erkunden. Laut Google gab es einen Bootsverleiher an der Eiffestraße am Mittelkanal, der geöffnet und Kanus zu vermieten hatte. Vor Ort stellte sich leider heraus das die Angaben in Google nicht stimmte. Kein Bootsverleih weit und breit. Obwohl es rings um die Billerhuder Insel viele Anlegeplätze für größere und kleinere Boote gab, fand sich auch hier kein Kanu zum Mieten. In der Hoffnung in der Billwerder Bucht mehr Glück zu haben radelten wir weiter zur Kaltehofer Insel. Leider fand sich auch hier kein Paddelboot zum Ausleihen. Ein Radfahrer, der sein Rennrad gerade aus dem Wagen holte und die Strecke zum Zollenspieker gut kannte, gab uns den Tipp es bei Paddel Meier zu versuchen. Laut Google Maps gab es jedoch noch eine Bootsvermietung an der Tatenberger Schleuse am Moorfleeter Deich. Leider stellte sich heraus, dass dort nur Motorboote vermietet wurden. Wir waren schon beim Eichbaumsee angelangt und hatten immer noch keinen Erfolg, als wir ein Kanu in Ufernähe der Dove Elbe sahen, dass einen Hinweis auf einen Bootsverleih trug. Die angesprochenen Paddler verwiesen uns wieder an Paddel Meier. Dumm nur, dass wir uns auf der falschen Seite der Dove Elbe befanden. Im großen Bogen fuhren wir an das südliche Ufer immer in Sichtweite des Wasserlaufes entlang bis wir endlich an der Gose Elbe kurz hinter der Wullfsbrücke in Kirchwerder unser Ziel erreicht hatten. Paddel Meier bietet ein großes Angebot an Kanus und Kajaks. Der Preis für ein 2er Canadier beträgt 9,-€ pro Stunde. Die Boote sind gut in Schuss. Eine laminierte Karte und eine kleine wasserdichte Tonne für den Fahrradschlüssel etc. gibt es kostenlos dazu.




Glashauskulturen an der Gose Elbe
ruhige Idylle zum entspannen
Seiltanz über der Gose Elbe

Beim Einsätzen und Einsteigen gibt es Unterstützung vom Personal. Weit ab von den Industriekanälen paddelten wir auf der Gose Elbe deren Ufer von Gemüsefeldern und Gewächshäusern gesäumt sind. Hier geht es wesentlich ruhiger und gelassener zu als auf der Außenalster und ihren Kanälen. Nur als wir die Dove Elbe erreichten kreuzte ein Segelboot unseren Kurs. Nach zwei Stunden kehrten wir zu unserem Ausgangsort zurück, wo jetzt eine Slackline über dem Wasserlauf gespannt war und ein paar Kinder versuchten trockenen Fußes an das andere Ufer zu kommen. Nachdem wir an der Kasse bezahlt hatten gönnten wir uns noch ein erfrischendes Alsterwasser bei einer ausgiebigen Erholungspause bevor wir den Rückweg mit den Rädern antreten mussten.



Freitag, 10. Juli 2015

Paddeltour durch Wilhelmsburg

Als am letzten Juniwochenende die ganze Stadt wieder bebte, haben auch wir uns in das Epizentrum des Geschehens begeben. Obwohl selber kein Biker wollten wir das Schauspiel der Hamburg Harley Days einmal aus der Nähe miterleben. Pünktlich zur Sonntagsparade waren wir am Großmarkt. Das Spektakel war beeindruckend. Bedauerlicher Weise hatte ich weder eine digitale Knipskiste noch Smartphone dabei. Daher hier nur der Link zu den Harley Days.

Auf dem Weg zu den Großmarkthallen bemerkten wir den gut ausgebauten Radwanderweg am Stadtdeich, der hinter den Markthallen entlang führte. Diesen weißen Fleck auf unserer Tourenkarte wollten wir am vergangenen Wochenende auskundschaften. Doch zunächst stand auch noch ein Abstecher in der Hafencity auf dem Programm. Der Zieselpark mit seinen kleinen All Terrain Vehikeln hatte schon nach dem Besuch der Harley Days unsere Interesse geweckt. Leider war es an dem Tag total überlaufen. Wir hätten eine Stunde auf das Vergnügen warten müssen. Auch dieses Mal hatten wir kein Glück. Wir waren zu früh dran. Bis die Ziesel einsatzbereit gewesen wären, hätten wir wieder eine längere Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Auf dem Weg zu Stadtdeich am Oberhafen, gönnten wir uns eine Erfrischung in der bekannten Oberhafen Kantine. Im gemächlichen Tempo, der Hitze angepasst, radelten wir hinter den Großmarkthallen weiter.  Weil wir uns spontan entschlossen hatten zum Wilhelmsburger Inselpark zu fahren, kehrten  wir nach einer Ehrenrunde auf der Entenwerder Insel zu den Elbrücken zurück.



Pause im Biergarten


Am Vogelhüttendeich fanden wir einen lauschigen Biergarten. Während wir dort unseren Flüssigkeitshaushalt wieder ausglichen, reifte bei uns der Gedanke den Ausflug zum Inselpark mit einem Kanu fort zu setzen. In dem Lokal "Zum Anleger" konnte man für 5,-€ pro Nase und Stunde ein Tretboot oder ein Kanu mieten, oder drei Stunden zum Preis von 10,-€. Die Bezahlung wurde im Voraus verlangt. Die Kanus lagen auf dem Steg. Wie bereits im Biergarten galt auch hier Self-Service. Dafür gab es einen Flyer, auf dem auch eine Karte mit den Wasserwegen abgedruckt war und noch ergänzende Hinweise von der Tresenbedienung an welchen Stellen wir das Boot über Land zu transportieren hätten. Vom Ernst-August-Kanal schipperten wir in den Assmannkanal dessen Ufer von Kleingärten gesäumt sind. Von den anschließenden Rathauswettern folgten wir einem Entwässerungsgraben durch die das Gelände der Internationalen Bauausstellung, der uns zum Inselpark führte.

Klein Venedig in Wilhelmsburg

Ein Wehr kurz hinter dem Water-House Triplex 4 versperrte uns die Weiterfahrt. Mit vereinten Kräften zogen wir das Boot über die Uferböschung um das Hindernis herum. Im stark mit Algen zu gewucherten Graben mühten wir uns weiter zum Kuckuksteich. Der angedachte Zwischenstopp in der Willi Villa, wo es laut Prospekt leckere Getränke und Snacks geben sollte musste leider ausfallen, weil das Lokal geschlossen hatte. Zunächst paddelten wir etwas orientierungslos auf dem Teich umher, bis wir einen schmalen Tunnel entdeckten. Das Schild mit der Aufschrift "Durchfahrt auf eigene Gefahr" konnte uns nicht abschrecken. Nach etwa 20m erreichten wir wieder das Tageslicht und den Mahlbusen-Teich. Im Kückenbrack trafen wir auf Jugendliche, die bei einem Bad im Teich eine Abkühlung vor der sommerlichen Hitze suchten. Die letzten Meter bis zur Mengestraße verlief ein Kanal durch den Inselpark. Dann war Schluss. Eine Slipanlage gibt es hier anscheinend nicht. Um auf die andere Seite der Straße in die Rathauswettern zu gelangen, hätten wir das Kanu tragen müssen. Das wollten wir uns allerdings mit dem schweren Boot nicht zumuten. So blieb uns nur den 5km langen Weg, den wir gekommen waren, auch wieder zurück zu paddeln. Trotzdem erreichten wir unseren Ausgangspunkt innerhalb der vorgegebenen drei Stunden und waren auch noch fit genug das Boot wieder auf den Steg zu wuchten. Bevor es mit dem Rad heimwärts ging zischten wir ein noch kühles Alsterwasser im Biergarten.



Freitag, 19. Juni 2015

Radtour an der Elbe und am NOK - von Kiel nach Hamburg

Am nächsten Morgen war die Durchflussmenge unserer Dusche zwar größer aber damit es floss, musste man ständig, kräftig den Knopf gedrückt halten. Ich war gerade dabei mich abzutrocknen, als es an der Zimmertür klopfte. Vor der Tür stand der Hausmeister und wollte noch einmal nachbessern. Leider zu spät :-). Am umfangreichen Frühstücksbuffet galt Selbstbedienung. Kaffee musste man aus Bottichen selber zapfen. Genial fand ich den Spender für die Nussnougatcreme, die man sich, wie auch die Marmelade, in essbare Waffelnäpfchen füllen konnte. Obwohl man an Jugendherbergen keine hohen Ansprüche stellen sollte, waren wir ein klein wenig enttäuscht. Hatten wir doch schon in Büsum oder Wismar besser übernachtet.

Schon am Vorabend hatten wir uns entschlossen mit dem Rad wieder nach Hamburg zu fahren. Es sei denn das Wetter wäre zu schlecht, dann käme die Bahn wieder zum Zug. Aber Petrus meinte es gut mit uns. So sattelten wir unsere Drahtesel und stiegen in die Pedalen. Ohne längere Zwischenstopps machten wir uns auf den Heimweg. Nach einer kleinen Rast in Schipphorst, folgte eine längere Mittagspause in Rickling, wo wir unser Picknick aus dem Supermarkt besorgten. In Oering hatte sich eine Schraube einer Packtasche gelöst und war verloren gegangen. Dank eines Spanngurtes war das Malheur schnell behoben. Nach der Zwangspause nutzte ich die Gelegenheit einmal bei der Oeringer Mühle vorbei zuschauen, um eventuell noch ein Alsterwasser zu trinken. Leider existierte das Gasthaus, das ich aus den Tagen meiner Kindheit kannte, nicht mehr.

Pause bei Schipphorst
früher gab's hier immer noch eine Brause oder ein Eis von meinem Opa
Opa und Gasthof gibt's heute leider nicht mehr

Aber wir verfügten ja noch über die Wasserreserven, die wir bei Rickling wieder aufgefüllt hatten. Erst in Hamburg Duvenstedt machten wir eine Erfrischungspause bevor wir den Endspurt einlegten. Um 17:00 nach etwa 115km erreichten wir, leicht abgekämpft aber zufrieden mit unserer Leistung, unser Zuhause.

Mehr Bilder findet ihr im Online-Album zur unserer Radtour.




Die komplette Tour:
Radtour Elbe/NOK - die Vorbereitung
Radtour Elbe/NOK - von Hamburg nach Glückstadt
Radtour Elbe/NOK - von Glückstadt nach Hanerau-Hademarschen
Radtour Elbe/NOK - von Hanerau-Hademarschen nach Rendsburg
Radtour Elbe/NOK - von Rendsburg nach Kiel
Radtour Elbe/NOK - von Kiel nach Hamburg