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Mittwoch, 29. Juni 2016

Fahrt ins Blaue

Bei meinem letzten Ausflug in Berlin bin ich der Spree stromaufwärts bis zum Rummelburger See gefolgt. Dieses Mal wollte ich der Spree in die andere Richtung folgen. Start war wie gehabt der Spittelmarkt. Von der heiligen Gertrud ließ ich mir mein "Kleines Schwarzes" segnen und folgte dann dem Kupfergraben entlang zahlreicher  Berliner Sehenswürdigkeiten.

na, wie wär's mit einem kleinen Ausritt?
Das Stadtschloss - noch nicht bezugsfertig
vorbei am Berliner Dom
Bode Museum
Reichstag
Am Bahnhof bog ich ab zum Humboldhafen

Am Bode Museum traf ich auf die Spree. Da ich es versäumt hatte die Uferpromenade zu verlassen, um auf der Hugo-Preuß-Brücke weiter der Spree zu folgen, entschloss ich mich einfach weiter am Humboldhafen vorbei dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal zu folgen.

Glockenturm mit der Auguste-Viktoria-Glocke auf dem Invaliden Friedhof
alter Grenzturm am Berliner Mauerweg
Berliner Westhafen

Hinter dem Invaliden Friedhof traf ich auf einen Teil des Berliner Mauerweges. Wenig später passierte ich das Kraftwerk Moabit und den Westhafen. Durch die Kleingartenkolonie Plötzensee ging es bis zum "Zentralem Festplatz Berlin". Dann wurde es laut. Zuerst unterquerte ich die Autobahn A111 und dann dröhnte der Fluglärm des nahen Flughafens Tegel an meine Ohren. Genug vom Lärm schlug ich mich in die Büsche der Jungfernheide.

Irrfahrt durch die Jungfernheide
endlich wieder freier Blick am Tegelsee
ungeliebtes Fassadengemälde

Nach einigen Irr- und Umwegen kreuzte ich die Bernauer Straße und stieß nach wenigen Metern auf der Neheimer Straße auf den Tegelsee. Hier fielen mir die Hochhausfassaden auf, von denen vor einigen Tagen ausführlich in der lokalen Presse berichtet wurde. Das schaurige Bild an einem der Hochhäuser fand nicht den Anklang der Anwohner.

kleiner Bruder des Eiffelturms
Osram-Höfe

Nach 18km war es Zeit mich auf den Rückweg zu begeben, den ich ohne große Umwege antrat. Etwas verunsichert war ich in der Müllerstraße als ich am Eifelturm vorbei kam. Unbeirrt setzte ich jedoch meinen Weg fort. Nur bei den Osram-Höfen warf ich noch einen Blick auf den Innenhof. Dann ging es schnurstracks ins Brunnenviertel.

Alle Fotos meiner Fahrt ins Blaue findet ihr in meinem online Fotoalbum



Dienstag, 25. August 2015

20. Hamburger Cyclassic

Am Sonntag den 23. August wurde in Hamburg die 20. Cyclassic ausgetragen. Der Start der 160 Profis erfolgte gegen 10:55h im Kieler Hafen von einer Autofähre. Die 221 km lange Strecke führte vorbei am Plöner See, über Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Pinneberg nach Hamburg. Für die über 20.000 Jedermänner begann der Start um 8:30. Sie konnten sich für drei verschiedenen Distanzen anmelden, 55, 100 oder 155 Kilometer. Als erster Profi fuhr der Rostocker André Greipel über die Ziellinie in der Mönckebergstraße. Doch auch der Zieleinlauf der Jedermänner wurde frenetisch gefeiert. Jeder Teilnehmer wurde von seiner Familie oder mitgereisten Freunden wie ein Sieger bei der Zieldurchfahrt bejubelt.


Zieldurchfahrt auf der Mönckebergstraße
Jeder Teilnehmer wird am Ziel wie ein Sieger bejubelt
nach den Strapazen großer Andrang bei den Erfrischungen
und dann die Beine vertreten

Freitag, 14. August 2015

Urban Falter

Durch einen Wohnungswechsel in meinem Arbeitsstandort habe ich nun einen längeren Arbeitsweg. Bisher hatte ich einen Fußweg von 15 Minuten auf dem Weg ins Büro. Daher hatte ich schon vorher mit dem Gedanken gespielt mir in Berlin ein Fahrrad zuzulegen. Irgendein gebrauchtes Teil für wenig Geld. Doch nun flitze ich mit meinem neuen, wendigen Faltrad an der Spree entlang. Hintergrund war eigentlich, dass wir im Urlaub auch gerne mal mit dem Rad den Zielort erkunden und in manchen Fällen unsere Räder mitgenommen haben. Weil wir mit zunehmendem Alter nicht mehr unsere großen Räder auf das Dach unseres Kleinwagens wuchten möchten, haben wir uns für die Anschaffung von Falträdern entschieden, die wir bequem im Auto unterbringen können. Wegen des geringen Packmaßes fiel unsere Wahl schnell auf die Räder vom britischen Hersteller Brompton. Der  Junction Shop in Hamburg war in der Lage uns die Räder in unserer Wunschausstattung kurzfristig anzubieten. Nach einer kurzen Überlegungsphase haben wir zugeschlagen. Einen Preisnachlass konnten wir nicht herausschlagen dafür gab es ein paar kleine Extras kostenlos dazu. Ein wenig Ärgerlich waren zwei Mängel, die bei der Endkontrolle übersehen wurden. Bei einem Rad war die Schaltung nicht eingestellt. Es fuhr nur im höchsten Gang. Beim anderen funktionierte die Lichtanlage nicht. Aber beides wurde schnell behoben.

KviX mein quirliger kleiner Flitzer in
seiner Garage im Wohnzimmerschrank
Parkplatz neben dem Büroschreibtisch

Noch am selben Tag unternahmen wir eine Radtour entlang der Wandse vom Eichtalpark nach Alt-Rahlstedt. Der kurze Radstand und die kleinen 16Zoll-Räder sind gewöhnungsbedürftig. Auch beim Fahrkomfort muss man gegenüber den großen Rädern ein paar Abstriche in Kauf nehmen. Gerade auf Kopfsteinpflaster wird man ordentlich durchgerüttelt. Die mitgelieferten Schaumstoffgriffe absorbieren die Vibrationen vom Lenker nur schlecht. Das Auswechseln der Griffe gestaltete sich recht schwierig, da sie am Lenker verklebt sind. Aber die Mühe lohnt sich. Mit den neuen Griffen von Ergon fährt es sich deutlich angenehmer. Auch schon bei leichten Kurvenfahrten sollte man das kurveninnere Pedal hoch nehmen, sonst setzt es auf. Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt. Unschlagbar ist es dann im zusammengefalteten Zustand. Innerhalb einer Minute ist es eingeklappt. Das 12kg schwere Rad lässt sich gut tragen oder mit Hilfe des ausgeklappten Lenkers problemlos hinter sich her ziehen. Im ICE ist es einfach hinter dem Sitz zu verstauen. Auch in den U- oder S-Bahnen kann man es jederzeit mitnehmen. Seit zwei Wochen habe ich es nun im Einsatz und benutze es für den Weg ins Büro. Morgens schaffe ich die Strecke leicht und locker in 15 Minuten ohne mich abzustrampeln. Der Rückweg zu meiner Unterkunft dauert länger, nicht nur weil es dann bergauf geht, sondern auch wegen der vielen Touristen die am Nachmittag rund um den Alexanderplatz und der Museumsinsel unterwegs sind. Mein besonderes Augenmerk gilt allerdings den Schienen der Straßenbahn, die ich am Hakischen Markt mehrmals kreuzen muss. Ein Verkehrshindernis, das ich aus meiner Heimatstadt Hamburg nicht mehr kenne.

ein weiteres Kleinrad im Büro