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Dienstag, 16. Oktober 2018

Hamburgs Grüner Ring - nördlich der Elbe

Vier Wochen nachdem ich den südlichen Teil des Grünen Rings mit meinem MTB gefahren bin, begleitet mich mein City Bike auf den Teil nördlich der Elbe. Mit 60 km ist er etwas Länger aber dafür sind die Steigungen nicht ganz so dramatisch wie in den Schwarzen Bergen in Harburg.


auf geht's zur zweiten Etappe

Ausgangspunkt ist der Fähranleger Teufelsbrück. Nach einen kurzen Abstecher in den Jenischpark, dann geht es an den Wesselhoeftteich. Stromaufwärts am Ufer der Kleinen Flottbek gelange ich zum Westerpark. Im Derby-Park Klein Flottbek, wo sonst das Deutsche Spring- und Dressur-Derby herrscht heute "Tote Hose".

erst ein kurzer Blick in den Jenisch Park
Derby Park Klein Flottbek

Nachdem ich die Gleise der S-Bahn unterquert habe, führt mich der Weg weiter vorbei am Loki-Schmidt-Garten einem Kleingartenverein hinter dem Elbe-Einkaufszentrum. Schnell ist die verkehrsreiche Osdorfer Landstraße überquert und die Strecke verläuft durch den Lise-Meitner-Park in ruhigerer Gefilde am Forschungszentrum DESY vorbei.

die Gärtnerei des Botanischen Gartens
Forschungszentrum DESY

Auf der anderen Straßenseite der Luruper Chaussee wartet der Altonaer Volkspark auf mich. Im Dahliengarten steige ich vom Rad und bummle durch das Blütenmeer der Dahlien, die um diese Jahreszeit ihre volle Pracht entfalten. Am Volksparkstadion vorbei fahre ich zur S-Bahn-Station Stellingen.

der Dahliengarten im Volkspark
und das Fußballstadion des HSV

Hinter der Autobahnbrücke über den Binsbarg begleitet mich der kleine Bach Düngelau ein Stück meines Weges bis zum Sola-Bona-Park. Die über 350 Jahre alte Eiche bietet ein jämmerliches Bild. Noch einmal kreuzt die A7 meinen Weg. An der Kollau fahre ich nun weiter zum Niendorfer Gehege. Das Damwild entdecke  ich erst auf den zweiten Blick. Das ganze Rudel döst träge in einer schattigen Senke. Vom erhöhten Aussichtspunkt sieht man es besser.

einn trauriger Anblick der 350 Jahre alten Eiche im Sola-Bona-Park
gemeinsame Mittagsruhe im Niendorfer Gehege

Nach ein paar Minuten durch den Forst stoße ich auf die Kollaustraße. Auf der anderen Seite führt die mich Route im Zick-Zack-Kurs durch die Kleingartenkolonie am Hamburger Flughafen. Bis zur Alsterkrugchaussee reichen die Schrebergärten, dann begleite ich die Alster stromaufwärts bis zum S-Bahnhof Ohlsdorf

Abstecher bei Lufthansa Technik auf dem Hamburg Airport
Möglichkeit für einen Zwischenstopp in Ohlsdorf

Nach einem Abstecher über den Ohlsdorfer Friedhof lande ich am westlichen Ende des Bramfelder Sees. Am östlichen Zipfel entspringt die Seebek. Ihr Folge ich bis zum Hallenbad an der Fabriciusstraße und biege dann links ab. Vorbei an der Osterkirche Folge ich dem Grünzug an der Steilshooper Allee bis zur Osterbek. Ihr Lauf führt mich zur ehemaligen Trabrennbahn Farmen, wo 1976 eine Wohnsiedlung mit einem kleinen Park entstanden ist

Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhof
die Bramfelder Osterkirche

Anschließend geht es wieder einmal durch einen der vielen Kleingartenkolonien bis zur Wandse. Zunächst Folge ich dem Verlauf der Nordmarkstraße, kreuze die Bahngleise an der Rahlau und durchfahre das Gewerbegebiet am Albert-Schweitzer-Ring bis zum Jenfelder Moor.

Emmauskirche am Hinschenfelder Friedhof
Gruß von der Wandse

Zügig durchquere ich die Jenfelder Plattenbausiedlung. Am Schlemer Bach lasse ich es wieder gemächlicher angehen und erreiche schon nach weniger Zeit den Öjendorfer Park. Hinter der Glinder Straße begegne ich wieder dem Schlemer Bach.

Jenfelder Siedlung
Öjendorfer See

Unsere Wege trennen sich erst wieder an der Bille. Meine Reise führt nun durch die Boberger Niederung.Wenig erbaulich ist es am Mittleren Landweg. Erst nach dem ich die A25 überquert habe, wird es zwischen Eichbaumsee und Dove Elbe wieder grüner.

Boberger Niederung
S-Bahnstation Mittlerer Landweg

Hinter der Tatenberger Schleuse geht es auf der Billwerder Insel vorbei am Naturschutzgebiet Holzhafen und der Wasserkunst Kaltehofe. Vom Sperrwerk an der Billwerder Bucht kann man schon den Wasserturm von Rothenburgsort sehen und kurz darauf erreich ich auch den S-Bahnhof. Ziel erreicht. Hier endet die Tour um Hamburgs Grünen Ring.

Hufnerhaus am Moorfleeter Deich
Wasserkunst Kaltehofe

alle Schnappschüsse der Tour


Dienstag, 18. September 2018

Hamburgs Grüner Ring - südlich der Elbe

Auf meinen Radtouren durch meine Heimatstadt Hamburg bevorzuge ich die Wege abseits von den verkehrsreichen Straßen. Dazu bieten sich die vielen Grünzüge, Parkanlagen und Kleingärten an, von denen ich schon eine große Anzahl erradelt habe. Vor  kurzem erhielt ich einen Kartensatz, die den "2. Grünen Ring" um und durch Hamburg beschreiben. Die Sammlung besteht aus acht Karten, wo die einzelnen Etappen aufgeführt sind. Die Routen sind zwischen 8 und 15 km lang und lassen sich bequem zu Fuß erwandern.
  1. Teufelsbrück bis Stellingen 9 km
  2. Stellingen bis Ohlsdorf 14 km
  3. Ohlsdorf bis Jenfeld 13 km
  4. Jenfeld bis Mittlerer Landweg 12 km
  5. Mittlerer Landweg bis Veddel 15 km
  6. Veddel bis Stillhorner Hauptdeich 8 km
  7. Stillhorner Hauptdeich bis Heimfeld 15 km
  8. Heimfeld bis Rüschpark Finkenwerder 14 km
Mit Hilfe von bikemap.net habe ich mir daraus eine Radroute mit kleinen Abweichungen erstellt und in zwei Etappen aufgeteilt. Startpunkt meiner ersten Etappe war der S-Bahnhof Rothenburgsort. Von hier aus ging zunächst durch den Elbpark Entenwerder und anschließend über die "Neue Elbbrücke" über die Norderelbe.

der S-Bahnhof Rothenburgsort, mein Start- und Zielpunkt für
die Radtour auf dem Grünen Ring um und durch Hamburg
vom Entenwerder Elbpark über den Haken weiter zur Neuen Elbbrücke

Ein kleiner Umweg führt mich zur Veddeler Fischgaststätte, die weit über die Stadtgrenzen bekannt ist. Für eine Pause ist es jedoch noch zu früh. Am Müggenberger Zollhafen geht’s vorbei am Auswanderermuseum Ballinstadt.

beliebt wegen reeller Preise sowie freundlich, familiäre Bedienung
und schmecken tut es auch
Der IBA Dock am Zollhafen war der Anlaufpunkt für
die Internationale Bauausstellung im Jahr 2013

Entlang der Wilhelmsburger Dove Elbe führt die Route vorbei an der historischen Windmühle Johanna, die noch bis 1961 ihren Dienst versah. Am Deich der Norderelbe entlang führt mich mein Abstecher an die Bunthäuser Spitze, wo sich die Elbe teilt und ein kleiner Leuchtturm an der Spitze der Elbinsel empor ragt. Natürlich besteige ich das Türmchen und lasse meinen Blick einmal in die Runde schweifen, bevor es an der Süderelbe weiter nach Stillhorn geht.

die Mühle Johanna stellte ihren Betrieb 1961 ein
Leuchttürmchen an der Bunthäuser Spitze

Über die Autobahnbrücke geht es vorbei an der Wasserskischleppanlage am Neuländer See. In Harburgs Zentrum überspannt die Hannoversche Straße den Grünzug zum Außenmühlenteich. Danach durchquere ich den Harburger Stadtpark. An der Bremer Straße lege ich meine Mittagspause ein und bestelle mir am Imbiss einen Döner.

diesen Sommer stark frequentiert die Wasserskischleppanlage am Neuländer See
Grünzug unterhalb der Hannoverschen Straße in Harburgs Zentrum

Frisch gestärkt setze ich meinen Weg am Göhlbach fort. Der Hainholzweg führt mich nun hinauf in die Schwarzen Berge. Wie gut, dass ich mit meinem Mountainbike unterwegs bin. Trotzdem kostet es mich große Anstrengungen die Steigungen zu überwinden. Bei den ganz steilen Abfahrten kneife ich und steige lieber ab.

 eine Baustelle am Ehestorfer Weg und...
...umgestürzte Bäume in den Schwarzen Bergen können mich nicht wirklich behindern

In Neugraben erreiche ich endlich wieder ebenes Terrain. Zügig durchquere ich Neuwiedenthal und nutze dabei die Grünanlagen zwischen den Hochhäusern bis ich den Moorburger Hinterdeich erreiche. Hier kann ich entspannt pedalieren und mich von den Strapazen erholen. Allenfalls geht es mal einen Deich hinauf auf dem es dann entlang zum Fähranleger in Finkenwerder geht.

enspanntes Radeln am der Moorburger Landscheide
Blick vom Deich auf die Obsthöfe in Francop

Das Ziel der ersten Etappe ist damit erreicht. In den nächsten Tagen setze ich meine Radtour am Fähranleger Teufelsbrück fort. Für heute ist erst einmal Schluss ich hoffe ihr seid wieder mit dabei wenn es demnächst nördlich der Elbe weiter geht. Ich schippere gemütlich mit der Hafenfähre der HADAG zurück zu den Landungsbrücken in Richtung Heimat.

von anderen Elbufer in Teufelsbrück geht es demnächst weiter



alle Schnappschüsse der Tour

Freitag, 15. Juni 2018

Wandsetour

Mit diesem Beitrag möchte eine kleine Serie von Tourberichten beginnen, die entlang an Hamburgs Wasserläufe führen. Vom kleinen Bach zum großen Strom.

Starten möchte ich mit einem Ausflug an die Wandse. Einem Wasserlauf im Osten Hamburgs. Sie entspringt in der Nähe des Ortes Siek im Kreis Storman in Schleswig Holstein und mündet im Hamburger Stadtteil Hohenfelde in die Außenalster.

Die Haltestelle Kiekut der U-Bahnlinie U1 ist Ausgangspunkt unserer Tour, Nach knapp drei Kilometern gleich neben dem Golfplatz Siek gelangen wir an die Quelle der Wandse. Ein schmaler Graben der einem Teich entspring führt nach Süden. Die ersten Meter führt ein Schotterweg an ihrem Lauf entlang. Dann windet sie sich weiter südwärts durch die Felder, während wir einen Umweg über einen Feldweg nehmen müssen. Wenig später kreuzt sie jedoch wieder unseren Weg. Eine Weile folgen wir ihr parallel auf der Straße, während sie sich durch die Felder schlängelt, meist unserm Blick verborgen. Selbst von der erhöhten Autobahnbrücke über die A7 ist sie nicht auszumachen.

an der Wandsquelle
als kleiner Rinnsal versteckt hinter dem Knick

Hinter dem Gewerbegebiet von Braak zur Grenze vom Naturschutzgebiet Höltigbaum treffen wir sie wieder. Der Weg direkt neben ihrem Bett ist beschwerlich. Der Weg morastig oder durch umgestürzte Bäume versperrt. Fürs Radfahren wenig geeignet. Bequemer geht es auf den Panzerstraßen des ehemaligen Übungsgeländes der Bundeswehr voran. Mit etwas Glück begegnet man schottischen Hochlandrindern. Am südwestlichen Ende des Naturschutzgebiets überqueren wir die Bahntrasse und die Wandse.

im Sommer kann die Wandse hier auch mal austrocknen
 aber noch kann man sich hier ein wenig abkühlen

Zu sehen bekommen wir sie allerdings erst wieder an der Birrenkovenallee hinter dem Gymnasium Oldenfelde. Das Vergnügen ist nur kurz. Sie entzieht sich unseren Blicken und fließt durch die Gärten der Anwohner Rahlstedts. Ab der Amtsstraße folgen wir dem Rahlstedter Uferweg, der sie bis zum Liliencronpark begleitet. Der gleichnamige Teich ist einer von vielen Mühlenteichen die entlang der Wandse aufgestaut wurden. Der Weg führt vorbei an der Alt-Rahlstedter Kirche aus dem 13. Jahrhundert zur nächsten verlassenen zerfallenden Wassermühle.

Alt-Rahlstedter Kirche

Unser Weg führt nun durch zwei Tunnel bis wir das Tageslicht am Pulverteich erblicken. Im Grünzug des Pulverhofsparks mäandert sich die Wandse durch die freie Natur, durchquert die "Sonnenfläche" und vereinigt sich wenig später mit der Berner Au. Westlich von ihr thronen idyllische Lauben eines Kleingartenvereins über ihren Ufern. Im Osten liegt der Ostender Teich mit der gleichnamigen Naturbadanstalt. Zwischen dem Hinschenfelder- und Tonnendorfer Friedhof hindurch schließt sich der Grünzug hinter dem Nordmarkteich an. Hinter der alten Öhlmühle fließt die Rahlau in die Wandse. Hier am Fischers Park liegt auch der Botanische Sondergarten, der zu einer beschaulichen Rast einlädt. Anschließend geht es weiter durch den Eichtalpark.

ehemalige Ölmühle
der Botanische Sondergarten lädt zu einer kleinen Pause ein

Der Holzmühlenteich hinter dem Hefewerk erinnert mit seinen Name daran, dass auch hier irgendwann eine Mühle gestanden hat. Wer sein Rad nicht durch den Fußgängertunnel schleppen möchte überquert die verkehrsreiche Wandsbeker Allee an der nächsten Ampel an der Kattunbleiche. In der Nähe der Wandsebrücke in der Lengerckestraße steht eine Tafel am Wegesrand mit Informationen über die Wandse, die auch auf einen historischen Rundgang durch den Stadtteil aufmerksam macht.

ab hier heißt die Wandse nun Eilbek

Im Mühlenteich, der 1568 für den Bau der Rantzaumühle aufgestaut wurde, verschwindet die Wandse und fliest als Eilbek mit neuem Namen weiter. Hinter dem Grünstreifen des Friedrichsberger Park verläuft parallel zur Eilbek eine von Hamburgs wenigen Fahrradstraßen. Hinter der Maxstraße wechselt der Wasserlauf seinen Charakter vom Bach zum Kanal und somit zu den einstigen viel benutzten Wasserstraßen im historischen Hamburg. Heute schippern hier keine Lastenkähne mehr, allenfalls paddeln hier Freizeitsportler vorbei an den Liegeplätzen der Wohnschiffe an der Uferstraße.

Wohnschiffe auf dem Eilbekkanal
St. Gertrud

Am Nordufer des Kuhmühlenteichs grüßt St. Getrud, dem geografischen Mittelpunkt Hamburgs. Im Westen überspannt die U-Bahnbrücke den Wasserlauf, der hinter der Kuhmühlenbrücke abermals seinen Namen wechselt, um dann als Mundsburger Kanal hinter der Schwanenwikbrücke in die Außenalster zu münden. Hier hat die Wandse ihr Ziel erreicht und hier endet auch unsere Tour. Wer mag dreht noch eine Runde um die Alster oder fährt mit der U-Bahn vom Bahnhof Mundsburg nach Hause. Ich mache mich mit meinem Rad auf den direkten Heimweg und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.

Ziel erreicht - die Außenalster

Hier findet ihr weitere fotografische Eindrücke von der Tour entlang der Wandse





Donnerstag, 6. Juli 2017

Hafenkante

der Hamburger Hafen ist immer wieder einen Besuch wert

Wenn ich am Wochenende mal keinen Plan für einen Ausflug in Petto habe, zieht der Vorschlag zu einem Besuch des Hamburger Hafens immer. Wir haben schon etliche Spaziergänge entlang der Waterkant gemacht und es wird uns nie langweilig. Mit der U3 sind wir schnell am Baumwall und direkt am Hafen.

 historischer Einstieg in Hamburgs Sielnetz
Polizeiwache aus der ZDF Vorabendserie Hafenkante


Nur wenige Schritte vom U-Bahnhof  entfernt steht ein kleines, denkmalgeschütztes Häuschen es handelt sich um den Einstieg in Hamburgs Sielnetz. Von der zum Teil im Bau befindlichen Hafenpromenade hat man einen freien Blick auf den Hafen und das neue Wahrzeichen Hamburgs, die Elbphilharmonie. An der Kehrwiederspitze davor steht das Gebäude der alten Polizeiwache am Brookfleet, bekannt aus der Fernsehserie "Notruf Hafenkante". In der Realität ist dort ein Revier der Wasserschutzpolizei beheimatet. Beim Elbkrankenhaus handelt es sich in Wirklichkeit um ein Bürohaus. Weiter geht es an den Landungsbrücken. Hier ist man direkt am Ort des Geschehens. Das Schlepperballett, auf dem Foto Unten, lässt sich allerdings nur zum Hafengeburtstag bewundern. Der alte Elbtunnel, aus dem Jahr1907, wird zurzeit renoviert, eine Röhre ist bereits fertig und passierbar.

alter Hamburger Elbtunnel
beim Besuch der Fischauktionshalle...
kann man sich auch mal nasse Füße holen

Noch etwas älter als der Tunnel ist die Fischauktionshalle am St. Pauli Fischmarkt. Sie wurde bereits 1894 errichtet. Sonntags findet hier der weit über Hamburgs Grenzen bekannte Fischmarkt statt. Im Sommer von 5 bis 9:30 Uhr, im Winter von 7 bis 9:30 Uhr. Bei ungünstigen Wetterlagen muss man aufpassen, dass man sich keine nassen Füße holt. Bei Hochwasser tritt die Elbe über ihre Ufer und setzt die Halle sowie das umliegende Gebiet unter Wasser.

Stilwerkbrücke
Lokal "Zum Schellfischposten"

Zwischen umgebauten Getreidespeichern überspannt die Stilwerk-Brücke die mit Kopfstein gepflasterte Große Elbstraße. Der Name bezieht sich auf eine Reihe kleiner Geschäfte für Interieur und Design in der Ladenpassage. Nach dem anstrengenden Bummel durch die Läden, kann man eine Pause in dem kleinen Café einlegen. Wer es rustikaler liebt, der zischt vielleicht lieber sein Bier im Lokal Zum Schellfischposten, wo Ina Müller regelmäßig  zu später Stunde gerne mit ausgewählten Promis talkt.

das Dockland Bürogebäude
mit "atemberaubender" Aussicht über den Hafen

Es folgen die Markt- und Kühlhallen der Fischgroßhändler. Dahinter liegen das Cruise Center Altona sowie das "Dockland", ein sechsstöckiges Bürogebäude mit seiner markanten Silhouette. Wer die Mühe nicht scheut steigt die 140 Stufen auf die freie Aussichtsplattform hinauf. Oben angelangt kann man dann, nicht nur im sprichwörtlichen Sinn, den atemberaubenden Ausblick über den Hafen genießen.

"Hafenbahnhof"
gut versteckt der Schellfischtunnel

Hinter dem "Hafenbahnhof" befindet sich die alte Trasse der stillgelegten Altonaer Hafenbahn, die den Hafen mit dem Altonaer Bahnhof verbunden hat. Etwas versteckt und durch Gestrüpp bereits zu gewuchert, kann man den "Schellfischtunnel" entdecken, wie er von den umliegenden Anwohnern liebevoll genannt wurde.

Museumshafen Oevelgönne
historisches- und modernes Hebezeug

Gleich hinter dem ehemaligen Kühlhaus, in dem heute die Seniorenresidenz Augustinum untergebracht ist, befindet sich der Museumshafen Övelgönne. Hier liegen zahlreiche alte Dampf- und Segelschiffe, die man bestaunen kann. Während man am gegenüberliegenden Elbufer beobachten kann, wie moderne Containerriesen am Burchardkai entladen werden.

das Augustinum
im Hintergrund des Docklands die Köhlbrandbrücke

Vorbei am Oevelgönner Fährhaus geht es die steilen Treppen den Elbhang hinauf. Hier führt der Schopenhauer Weg durch den Rosengarten über den Donners- zum Heine-Park. Von hier genießt man den Ausblick über den Hafen aus einer gehobenen Perspektive. Noch einmal fällt der Blick auf das Dockland und die Köhlbrandbrücke im Hintergrund. Der Spaziergang durch den Grünzug auf dem hohen Elbufer setzt sich auf dem Altonaer Balkon fort.

auf dem Altonaer Balkon
Altonaer Fischmarkt

Wieder auf dem Fischmarkt geht es durch den Fußgängertunnel unter die Breite Straße hindurch in den Park an der St. Trinitatis-Kirche und weiter in den Pinnasberg zur St. Pauli Kirche am Antoniapark. Der Park Fiction entstand auf Initiative der Anwohner. Hoch über den St. Pauli-Landungsbrücken verläuft der Panoramaweg "Bei der Erholung" vorbei an dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und dem ebenfalls bekannten Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

St. Pauli Kirche
Altonia Park
Deutscher Wetterdienst Hamburg

Über die Kersten-Miles-Brücke vorbei am Bismarck-Denkmal machen wir einen Abstecher zum Stintfang. Auf dem "Balkon" der Jugendherberge hat man noch einmal einen imposanten Blick über den Hafen und kann sich davon überzeugen, dass es in Hamburg einen Weinberg gibt.

der Eiserne Kanzler
Weinberg mit Hafenblick

Über den Venusberg geht es nun zur Michelwiese im Schatten des Hamburger Wahrzeichens. Am Nordende des Parks reckt er sich mit seinen 132m hohen Turm gen Himmel. Wie aus einer anderen Welt gefallen, findet sich am Rand der Grünanlage eine verkleinerte Nachbildung einer Moai-Statue von der Osterinsel. Wieder am Baumwall angelangt endet der Rundgang.

der Michel
Angelito - Moai Replik von den Osterinseln


Alle Fotos vom Ausflug an die Hafenkante