Mittwoch, 6. April 2016

Mit dem Klapprad nach Kappeln

Bei dem schönen Wetter am letzten Sonnabend fassten wir spontan den Entschluss mal wieder einen Ausflug mit den Klapprädern zu unternehmen. Für den Sonnabend war es leider schon zu spät, da noch so einiges auf dem Programm stand. Am Sonntag machten wir uns dann nach dem Frühstück auf dem Weg. Ohne große Hast packten wir unsere Falträder in unseren Kleinwagen und fuhren an die Schlei nach Kappeln. nur wenige Meter vom Zentrum fanden wir einen gebührenfreien Parkplatz direkt an der B203.

Mühle Amanda
ehemalige Amtsgericht
das Rathaus von Kappeln
links die Buchhandlung Gosch und im Hintergrund die St. Nikolai Kirche

Zunächst kurvten wir mit unseren kleinen Rädern ein wenig durch die Altstadt. Die historische Mühle Amanda, das ehemalige Amtsgericht sowie das Rathaus wollten wir nicht auslassen. Danach ging es durch die Schmiedestraße zum Rathausmarkt. Da wegen des verkaufsoffenen Sontag viele Leute unterwegs waren, schoben wir unsere Räder durch die Einkaufsstraße. Hinter der Kirche Sankt Nikolai konnten wir wieder in die Pedale treten. Am Schleiufer angelangt wendeten wir uns zunächst nach Norden. Als wir nach knapp 1,5km auf die B199 stießen, machten wir kehrt und entschieden uns lieber Richtung Süden nach Arnis zu radeln. Wir wollten nur ungern an einer stark befahrenen Straße fahren. Wieder ging es vorbei am Hafen, wo ein Angler neben dem Anderen stand und Heringe aus der Förde zu fischten. Auch auf dem Wasser tummelten sich zahlreiche Petrijünger in ihren Booten. Die Fisch die nicht am Angelhaken landen, werden in den Reusen vom Heringszaun gefangen. Wenige Meter hinter der Klappbrücke stehen auf den Abstellgleisen ausrangierte Eisenbahnwaggons und warten auf ihre Restaurierung. Ein Stückchen weiter passieren wir den Museumshafen.

Angler in Angeln angeln Hering
heute kein Tickeverkauf
der Museumshafen

Dann verlässt der Wanderweg das Schleiufer und verläuft zwischen Feldern und Wiesen. Auf den Schotterwegen fährt es sich mit den kleinen 16" Reifen nicht gerade angenehm. Bei Arnis erreichen wir wieder feste Straßen. Ab dem Fähranleger fahren wir wieder am Uferweg. An dem Restaurant "Strandhalle" müssen wir absteigen, da der Weg mitten durch den Biergarten führt. Nach einem knappen Kilometer führt der Weg wieder weg vom Ufer zwischen die Hügel und Felder. Bei Grödersby fahren wir an der Straße weiter und biegen hinter Haberwedt Richtung Lindaunis ab. Auf der etwa 10km langen Strecke ist es recht hügelig.

durch Feld und Wiesen
das Rathaus von Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands
der Hafen von Arnis
Achtung Kellner kreuzt den Radweg

Als wir Lindaunis erreichen ist die einspurige Klappbrücke hochgeklappt und verwehrt uns die Weiterfahrt. Was wir dazu nutzen eine Erfrischung im Gasthaus "Zur Schleibrücke" zu bestellen. Während wir genüsslich unser Alsterwasser trinken, wächst die Autoschlange vor der Brücke an. Als wir unsere Gläser geleert haben, hat sich der Stau aufgelöst. Wir entscheiden uns aber auf den gleichen Weg wieder nach Kappeln zurück zu fahren. Dort stärken wir uns im Restaurant Cameo, bevor es wieder auf den Heimweg geht.

bei Lindaunis war Schluss

Alle Fotos von dem Ausflug nach Kappeln findet ihr im Online Fotolabum

Mittwoch, 23. März 2016

Berliner Luft

die Kettenführung beim Brompton

Als ich mich gestern auf den Weg in meine Unterkunft machen wollte und auf mein Fahrrad schwang, stellte sich schnell ein Fahrgefühl ein, das sich nach platten Reifen anfühlte. Ein Blick nach hinten bestätigte dann meine Befürchtung. Würde es ausreichen nur Luft nach zu pumpen oder musste ich am Straßenrand den Reifen flicken? Ich hatte Glück und kam mit einer Füllung Berliner Luft  bis an mein Ziel. Aber deutlich konnte war das Zischen zu hören, was durch das Entweichen der Luft aus dem Hinterrad entstand. Da es geregnet hatte und die Reifen nass waren, konnte man dank der Blasenbildung die Schadstelle auch deutlich sehen. Das Prompton mit seiner Kombination aus Ketten und Nabenschaltung hatte ich noch nie zerlegt. Also machte ich mir vorsorglich Schnappschüsse von der Kettenführung am Hinterrad. Auch bei der Demontage prägte ich mir die Details ein. Das Flicken war wieder Routine und schnell erledigt. Bei der Gelegenheit reinigte ich das Rad gleich etwas gründlicher. Die Montage verlief trotz Fotos etwas fummelig aber erfolgreich. Die anschließende Probefahrt um den Block war ohne Auffälligkeiten. Die Schaltung brauchte keine Nachjustage. Etwas enttäuscht war ich dann doch. Hatte man mir beim Kauf des Rades doch versichert, dass die Originalreifen pannensicher seien.

überall gut gerüstet

Mittwoch, 16. März 2016

Spreetour zum Pläntnerwald

Auf meinen Erkundungsfahrten durch die Berliner Stadtteile bin ich schon des Öfteren an der East Side Gallery vorbei gekommen. Auch heute auf dem Weg zum Pläntnerwald unterbrach ich meinen Ausflug. Es lohnt sich immer wieder einen Blick auf die Kunstwerke an der Mauer zu bewundern, die einst Ost- und West-Berlin getrennt hat. Seit ein paar Tage fiel mir auf, dass ein Teil der Open-Air-Gallery mit einem Gitter abgesperrt war. Auf einigen der Kunstobjekte hatte Besucher ihre Botschaften hinterlassen.

Mauer hinter Gitter
Grußbotschaften aus aller Welt
Seitenwechsel

An der Oberbaumbrücke wechselte ich dann an das Südufer der Spree. Gleich hinter dem Landwehrkanal kreuzte der Flutgraben meinen Weg. Im angrenzenden Grünstreifen, dem "Schlesischem Busch" steht ein alter Wachturm an der ehemaligen Grenze.

Flutgraben
DDR-Wachturm

Das letzte Stück ging es durch den Treptower Park vorbei am Sowjetischen Ehrenmal und der Archenhold Sternwarte. Kurz darauf erreichte ich das Ziel meines Tagesausflugs, den Spreepark. Der ehemalige einzige Vergnügungspark der DDR liegt heute vergessen im Norden des Pläntnerwald, wo er dem Verfall preisgegeben ist. Ab und zu wird das Riesenrad in Bewegung gesetzt, damit es nicht gänzlich einrostet.

vergessener Spreepark
es dreht sich noch
Nach einem letzter Abstecher an der Insel der Jugend fuhr ich Schnurstracks zurück in meine Berliner Unterkunft, weil ich noch einige dringende Einkäufe zu erledigen hatte.

Insel der Jugend



Dienstag, 15. März 2016

Berlin Gesundbrunnen

Seit August letzten Jahres wohne ich im "Brunnenviertel" (Gesundbrunnen). Als Brunnenviertel wird der Bereich beiderseitig der Brunnenstraße zwischen Bernauer Straße und dem Bahnhof Gesundbrunnen bezeichnet. Eine Heilquelle in der Nähe des Luisenbades an der Panke in Höhe der Badstraße war Namensgeber des Stadtteils Gesundbrunnen. Mit S- und U-Bahn ist die Verkehrsanbindung gut ausgestattet. Ebenso gut sind die Einkaufsmöglichkeiten. Im Gesundbrunnencenter gibt es sogar einen Elektronikmarkt und ein paar Straßen weiter in der Pankstraße eine Filiale des Mitbewerbers. Lediglich die vielen Kneipen und Cafés die ich vorher aus Kreuzberg kannte, vermisse ich hier. Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund ist hoch. Viele der Anwohner stammen aus der Türkei, Osteuropa oder aus Hamburg ;-)


Startpunkt meines Rundgangs war der Nordbahnhof. Am Ausgang Gartenstraße Ecke Bernauer Straße liegt die Gedenkstätte Berliner Mauer.


Nächster interessanter Punkt auf meiner Tour war der Technologiepark Humboldthain (TPH) auf dem alten Werksgelände der AEG in der Voltastraße mit dem ehemaligen Fabriktor (Beamtentor) zur Brunnenstraße. Das Gesicht am Uhrenturm fiel mir erst beim Sichten meiner Fotos auf. Als ich direkt davor stand sah ich nur schwarz-graue Schlieren. Fühlte mich aber irgendwie beobachtet. Das Radfahren auf dem Innenhof ist ausdrücklich verboten. Also habe ich brav mein kleines Faltrad zwischen den parkenden Autos hindurch geschoben.


Gleich vis-à-vis liegt der Volkspark Humboldhain mit der Ruine eines Flakturms aus dem Zweiten Weltkrieg, von denen man einen schönen Ausblick über den Stadtteil hat.


Am Brunnenplatz steht das denkmalgeschützte Amtsgericht Wedding mit seiner neogotischen Fassade.


Irgendwo in der Nähe der Bibliothek am Luisenbad soll sich die ehemalige Heilquelle, nach der der Stadtteil benannt wurde, befunden haben.


Die Swinemünder Brücke überspannt mit ihren 228 Metern Länge die Gleise am Bahnhof Gesundbrunnen. Die vernietete Stahlkonstruktion wurde 1905 fertig gestellt.



Auf meinen Weg durch die Swinemünder Straße traf ich dann auch auf eine Schmuddelecke. Das ehemalige Gebäude des Diesterwegs Gymnasium, das seit dem Umzug im Jahre 2011 in die Böttgerstraße leer steht und langsam verfällt, weil es keine Pläne für eine weitere Nutzung gibt.


An der Grenze zum Nachbarstadtteil Prenzlauer Berg liegen der Mauerpark und die Max-Schmeling-Halle. An Bernauer Straße schließt sich dann mein Rundgang.

Alle Fotos vom Stadtteilrundgang findet ihr in meinem Fotoalbum Berlin

Dienstag, 8. März 2016

Pergamon Museum Berlin

Auch das Pergamon Museum hat donnerstags bis 20:00h geöffnet. Leider wird es zurzeit saniert. Somit kann man ausgerechnet den Pergamonaltar nicht besichtigen. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt. Allein schon wegen des Ischtar-Tors. Aber darüber hinaus noch einiges mehr. Nicht zu vergessen die Sammlung der Islamischen Kunst mit der beeindruckenden Fassade des Palastes von Mschatta und dem Alleppo-Zimmer.


Das Ischtar Tor, nach der babylonischen Liebesgöttin benannt, entstand während der Herrschaft Nebukadnezar II in Babylon. Es war Teil der etwa 18km langen Stadtmauer und überspannte die Prozessionstraße.
 

Auch am Ischtar Tor wird fleißig saniert wo man den Restauratoren bei der Arbeit zusehen kann.


Das Orpheusmosaik, ein Bodenmosaik aus einer römischen Villa, stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.


Wie das Mosaik so stammt auch das Markttor von Milet aus der gleichen Zeit aus der antiken Stadt an der heutigen Westküste der Türkei.


Babylonischer Schutzgeist "Schedu" als steinerner  Wächter von Eingangstoren zu Königspalästen


Relief-Abbbildungen von mystischen Flügelwesen (Genius) aus Mesopotamien (Iran und Irak).


Mschatta-Fassade des Kalifenpalast aus der Mitte des 8. Jahrhunderts n. Chr. in der Nähe der jordanischen Hauptstadt Amman.


Die reich verzierte Holzvertäfelung des "Aleppo Zimmers" zierte den Empfangsraum eines reichen Kaufmanns.

Mehr Bilder aus dem Pergamonmuseum und weiteren Berliener Museen

Zum Pergamonmuseum gibt es einen virtuellen Rundgang im Art Project

Dienstag, 1. März 2016

Neues Museum Berlin

Nach über 12 Monaten als Werktagsberliner habe ich mir endlich einen Ruck gegeben und endlich eines der vielen Museen der Hauptstadt einen Besuch abgestattet. Zunächst galt es für mich die Frage der Öffnungszeiten zu klären. Da ich erst gegen 16:00h Feierabend habe, kommen für mich die Öffnungszeiten vieler Museen am Donnerstag bis 20:00h sehr entgegen. Gut in diesen Zeitrahmen passt auch das Angebot einer Basic Jahreskarte. Für 25,-€ kann man die teilnehmenden Museen nachmittags besuchen. Zunächst habe ich einen Gutschein am Ticketcontainer auf der Museumsinsel erworben. Beim ersten Besuch im Neuen Museum wurde dann meine persönliche Eintrittskarte mit Foto erstellt.

Es gab zwar ein wenig Ärger, weil ich mein Fahrrad im Innenhof abgestellt habe aber für einen Schnappschuss mit der Nofretete wurde es geduldet. So kam ich doch noch zu einem Foto der Schönen Herrscherin vom Nil.

Die Attraktion im Neuen Museum ist die Büste der Nofretete in der ägyptischen Ausstellung. Daneben sind auch noch das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie die Antikensammlung dort untergebracht. Mich faszinierte das ägyptische Museum, in der ich sehr viel Zeit verbrachte, so dass für die anderen Ausstellungen kaum noch Zeit übrig blieb. Im den meisten Räumen war das Fotografieren erlaubt. Ein der Ausnahmen betraf leider die Büste der Nofretete. Obwohl ich Glück hatte einen Tag zu erwischen an dem der Besucherandrang in dem Museum nicht all zu groß war, war sie von einer Traube ihrer Bewunderer umgeben, der ich mich gerne anschloss. Ein Schönheitsideal das noch nach Jahrtausenden nicht an Faszination verloren hat. Was sich auch in ihrem Namen widerspiegelt. Neferet-iti bedeutet "Die Schöne ist gekommen". Passend zu dem Thema war am folgenden Tag ein Artikel bei Heise Online über den 3D-Raub der Nofretete.

Holzbüste der Königin Teje, Mutter von Echnaton.
Der "Grüne Kopf". Die Büste eines
Priesters um das Jahr 350 v. Chr.
Ägyptische Hieroglyphen
Nofretete im Kreis ihrer Familie
Tut Ench Amun mit seiner Frau Amenchenamun
Der Schatz des Priamos
Totenmaske des Agamemnon
Büste des griechischen Philosophen Homer
Abstecher nach Florenz. Nachbildung der Paradiestür
Kumanische Skulpturen, 12. Jh. n. Chr.
der goldene Hut. Zeremonialhut, um 1.000 v. Chr.


Mehr Bilder aus dem Neuen Museum und weiteren Berliener Museen

Mehr Informationen zu den Jahreskarten gibt es auf dem Museumsportal Berlin. Dort gibt es auch eine Liste der Museen und Ausstellungen die mit der Jahreskarte besucht werden können.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Hackenschuss