Dienstag, 26. Juli 2016

Berliner Schlosstour

Meine "Aufenthaltsgenehmigung" für Berlin neigt sich dem Ende zu. Ich muss mich also sputen, wenn ich hier noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit besuchen möchte. Wie gut das ich mein "Kleines Schwarzes" immer dabei habe mit dem ich flink durch die Stadt komme. Bei meinem letzten Ausflug wurde ich allerdings ein wenig ausgebremst. Auf dem Tourenplan standen die Schlösser Berlins. Auf dem Weg zum Charlottenburger Schloss durchquerte ich den Großen Tiergarten. Schon an der Bellevueallee fiel mir die Polizeiabsperrung an der Tiergartenstraße auf. Ich fühlte mich zunächst nicht behindert und setzte meine Fahrt durch den Park fort.

Bismarck-Nationaldenkmal im Großen Tiergarten
Siegessäule am Großen Stern

Erst am Großen Stern kam auch ich ins Stocken. Sämtliche Ampeln waren auf Rot gestellt. Nach einigen Minuten Wartezeit wurde ich ungeduldig und auch einige Autofahrer. Die weiter hinten begannen ein Hupkonzert, was die in der ersten Reihe dazu nötigte zuzufahren. Da auch kein Ordnungshüter zur Stelle war, der per Handzeichen den Verkehr regulierte traute auch ich mich vorsichtig über die Straße. Als ich auch die zweite Straße so überquert hatte fuhr ein Buskonvoi in Begleitung von Feldjägern auf Motorrädern in den Kreisverkehr. Vermutlich war das Wachbataillon anlässlich eines Staatsempfangs wieder in Anmarsch zum Regierungsviertel. Danach wurde die Kreuzung wieder frei gegeben.

Charlottenburger Tor
eingerüsteter Schlossturm
das Teehaus Belvedere

Hinter dem Charlottenburger Tor folgte ich dem Verlauf des Landwehrkanals und wenig später der Spree. An deren Ufer das Charlottenburger Schloss eingebettet im romantischen Schlossgarten liegt. Leider war der prächtige Mittelbau mit seinem Turm eingerüstet. Im gemächlichen Tempo durchquerte ich dann den Schlosspark und suchte mir einen Weg zurück an die Spree und stieß dabei auf das Mahnmal der deportierten Juden in der Levetzowstraße. Am Spreeufer entlang erreichte ich dann mein nächste Ziel, das Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten.

Mahnmal in der Levetzowstraße
Schloss Bellevue
das Kanzleramt
Der Reichstag

Danach passierte ich das Regierungsviertel mit seinen modernen "Palästen" und dem Reichstag. Weiter die Spree entlang erreichte ich dann hinter der Museumsinsel mein Tagesziel, die Baustelle des im Wiederaufbau befindlichen Berliner Stadtschlosses.

Berliner Dom
Das Berliner Stadtschloss im Bau

Alle Fotos meines kleinen Ausflugs findet ihr im Online Album Berlin



Freitag, 15. Juli 2016

Abstecher nach Tempelhof

Mein ursprüngliches Ziel war es eine schnelle Route mit dem Fahrrad zum Bahnhof Berlin Südkreuz zu finden. Spontan wurde daraus eine kleine Stadrundfahrt mit einem Abstecher nach Tempelhof, dem Nikolaiviertel und den Hackischen Höfen.

künstlicher Wasserfall im Viktoriapark
Bahnhof Südkreuz
Rad- und Fußweg Schöneberger Schleife entlang der Bahntrasse
Gartenstadt Neu-Tempelhof
stillgelegter Flughafen Tempelhof
Südstern
Zugang ins Nikolaiviertel
ein Rundgang durch das Nikolaiviertel
"Anwohner" des Nikolaiviertels
Nikolaikirche
Hackesche Höfe
Gelegenheit für eine Pause
oder zum Shoppen


Alle Bilder der Tour und mehr findet ihr in meinem online Fotoalbum Berlin



Mittwoch, 29. Juni 2016

Einkaufstour nach Prenzelberg

Das war wieder einmal typisch! Es ist Feierabend und es fängt an zu regnen. Zum Glück nicht all zu stark. Und da ich immer gut gerüstet bin, ziehe ich mir die Regenjacke, dich ich immer dabei habe, über und husche schnell rüber zur HNO Praxis, um mich der vorletzten Hyposensibilisierung zu unterziehen. Nach der Behandlung und der 30 minütigen Nachbeobachtungspause eile ich bei leichtem Regen wieder zu meinem Arbeitsplatz. Dort schnappe ich mir mein Kleines Schwarzes und mache mich auf den Weg zu meiner Unterkunft. Dort angekommen pelle ich mich aus den nassen Klamotten und dusche mein Faltrad kurz ab. Eigentlich müsste ich noch einmal aus dem Haus, weil mir für meine Pizza noch ein paar Zutaten fehlen. Da es noch regnet bereite ich den Teig erst einmal vor. Zu meinem Glück hat sich der Regen gelegt als ich mit dem Teig fertig bin und so mache ich mich noch einmal auf die Socken zum Supermarkt. Statt aber wie gewöhnlich in das Gesundbrunnen Center wollte ich in den Supermarkt in der Kulturbrauerei und bei der Gelegenheit ein wenig den benachbarten Stadtteil erkunden.

An der Bernauer Straße treffe ich auf Markierungen der Berliner Mauer und ein paar Meter weiter auch auf eine der vielen Dokumentationen entlang des Mauerwegs. Ich spaziere weiter in Richtung Kulturbrauerei und steck meine Nase in verschiedenen Hinterhöfe soweit es mir möglich ist. Leider ist der Hirschhof an der Oderberger Straße wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Pratergarten ist offen aber es sitzen keine Gäste an den Tischen

Berliner Mauer
Einblicke in Hinterhöfe
leere und nasse Tische im Pratergarten
Bildunterschrift hinzufügen
ausrücken zum nächsten Einsatz
Im Supermarkt habe ich mir schnell meine Zutaten für den Belag meiner Pizza zusammen gesucht. Zum Rucola und Parmaschinken gesellt sich noch eine Flasche Hefeweizen in meinen Einkaufskorb. Auf dem Rückweg fallen mir zwei Feuerwehrfahrzeuge auf, die am Straßenrand stehen und von irgendwoher Wasser auf die Straße pumpen. Als ich die Feuerwehrwache in der Oderberger Straße passiere rückt schon das nächste Fahrzeug zu einem Einsatz aus. Hat es wirklich so heftig geregnet? Dann habe ich wirklich Glück gehabt, dass durch Petrus schützende Hand nur wenige Regentropfen hindurch gedrungen und meine Socken trocken geblieben sind. Danke Petrus.

Wieder zurück in meiner kleinen Berliner Küche, hatte sich der Pizzateig prächtig entwickelt.

Die restlichen Bilder meiner Einkaufstour findet ihr in meinem Berliner online Fotoalbum

Fahrt ins Blaue

Bei meinem letzten Ausflug in Berlin bin ich der Spree stromaufwärts bis zum Rummelburger See gefolgt. Dieses Mal wollte ich der Spree in die andere Richtung folgen. Start war wie gehabt der Spittelmarkt. Von der heiligen Gertrud ließ ich mir mein "Kleines Schwarzes" segnen und folgte dann dem Kupfergraben entlang zahlreicher  Berliner Sehenswürdigkeiten.

na, wie wär's mit einem kleinen Ausritt?
Das Stadtschloss - noch nicht bezugsfertig
vorbei am Berliner Dom
Bode Museum
Reichstag
Am Bahnhof bog ich ab zum Humboldhafen

Am Bode Museum traf ich auf die Spree. Da ich es versäumt hatte die Uferpromenade zu verlassen, um auf der Hugo-Preuß-Brücke weiter der Spree zu folgen, entschloss ich mich einfach weiter am Humboldhafen vorbei dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal zu folgen.

Glockenturm mit der Auguste-Viktoria-Glocke auf dem Invaliden Friedhof
alter Grenzturm am Berliner Mauerweg
Berliner Westhafen

Hinter dem Invaliden Friedhof traf ich auf einen Teil des Berliner Mauerweges. Wenig später passierte ich das Kraftwerk Moabit und den Westhafen. Durch die Kleingartenkolonie Plötzensee ging es bis zum "Zentralem Festplatz Berlin". Dann wurde es laut. Zuerst unterquerte ich die Autobahn A111 und dann dröhnte der Fluglärm des nahen Flughafens Tegel an meine Ohren. Genug vom Lärm schlug ich mich in die Büsche der Jungfernheide.

Irrfahrt durch die Jungfernheide
endlich wieder freier Blick am Tegelsee
ungeliebtes Fassadengemälde

Nach einigen Irr- und Umwegen kreuzte ich die Bernauer Straße und stieß nach wenigen Metern auf der Neheimer Straße auf den Tegelsee. Hier fielen mir die Hochhausfassaden auf, von denen vor einigen Tagen ausführlich in der lokalen Presse berichtet wurde. Das schaurige Bild an einem der Hochhäuser fand nicht den Anklang der Anwohner.

kleiner Bruder des Eiffelturms
Osram-Höfe

Nach 18km war es Zeit mich auf den Rückweg zu begeben, den ich ohne große Umwege antrat. Etwas verunsichert war ich in der Müllerstraße als ich am Eifelturm vorbei kam. Unbeirrt setzte ich jedoch meinen Weg fort. Nur bei den Osram-Höfen warf ich noch einen Blick auf den Innenhof. Dann ging es schnurstracks ins Brunnenviertel.

Alle Fotos meiner Fahrt ins Blaue findet ihr in meinem online Fotoalbum



Donnerstag, 23. Juni 2016

Berlin Friedrichshain

Schon Bei meiner letzten Tour durch Kreuzberg hatte ich einen kleinen Abstecher in den Nachbarstadtteil nördlich der Spree unternommen. Schwerpunkt dieser Tour soll daher bei diesem Ausflug Friedrichshain sein, den ich schon einmal bei meiner Shoppingtour durchstreift habe. Angeregt durch Tines Tourentipp machte ich mich nach Dienstschluss auf die Socken oder besser gesagt auf die Pedale.

Museumshafen an der Spree

Der Ausgangspunkt der Radtour liegt erst einmal in Berlin Mitte am Spittelmarkt. Über die Grünstraßenbrücke wechselte ich auf die Fischerinsel und über die Inselbrücke kehrte ich wieder auf das "Festland" zurück. Bis zur Jannowitzbrücke radelte ich noch am Märkischen Ufer entlang.

der Panda scheint wenig begeistert eingepfercht zu sein

An der Kreuzung Lichtenberger Straße hatte ich dann den Stadtteil Friedrichshain erreicht. Mein Weg führte wieder einmal an der East Side Gallery vorbei. Ich nutzte die Gelegenheit einmal auf die andere Seite der Berliner Mauer zu schauen und auch wieder einen Blick auf die Oberbaumbrücke zu erhaschen. Dann machte ich einen kleinen Schlenker zum Rudolfplatz, vorbei an dem roten Backsteinbau der Zwinglikirche, bevor es wieder zurück an das Spreeufer ging.


Auf dem Gelände des alten Osthafens schaute ich mich eine Weile um. Dabei durfte ein Schnappschuss des "Molecule Man" nicht fehlen. Wenig später umrundete ich die Stralauer Halbinsel. Am Wegrand finden sich Hinweistafeln zu den Sehenswürdigkeiten die sich auf der Halbinsel befinden. Wie z.B. der Stralauer Dorfkirche oder dem Palmkernspeicher. Am Ende der Rummelsburger Bucht stieß ich auf den alten Gebäudekomplex des ehemaligen Rummelsdorfer Gefängnisses. In den alten Zellenblocks sind heute Wohnungen eingerichtet.

die Stralauer Dorfkirche
der Palmkernspeicher
das ehemalige Gefängnis Rummeldorf

Dann wurde es hektisch. Im dichten Feierabendverkehr fuhr ich auf der Markt- und Boxhagener Straße Richtung Prenzlauer Berg zur Rinderauktionshalle, die ich bei meiner Shoppingtour schon besucht hatte. Etwas enttäuscht war ich vom Velodrom und der Schwimmhalle. Über Serpentinen erklomm ich den Wall, hinter dem sich die Sportstätten verbargen. Der Anblick, der sich mir aus dieser Persektive bot, war jedoch wenig spektakulär. Für meine Weiterfahrt wählte soweit es mir möglich war Park- und Grünanlagen, die parallel zu den S-Bahngleisen verliefen.

Livemusik im Mauerpark

An der Prenzlauer Allee beim Zeiss Großplanetarium musste ich wieder auf die Straße. Nach dem ich das Gleimviertel hinter mir gelassen hatte, hörte ich fernes Grollen. Aus Furcht vor einem Gewitter legte ich einen Endspurt ein. Als ich dann kurz vor meinem Ziel den Mauerpark erreichte, entpuppte sich das Donnergrollen als das Dröhnen von Bässen. An diesem Nachmittag fand die "Fête de la Musique 2016" im Mauerpark statt. Von allen Seiten strömten die Menschen auf das Gelände, während ich mich sputete noch rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des letzten Gruppenspiels der Deutschen Mannschaft vor einen Fernseher zu kommen. Ich hatte es total verschwitzt.

Alle Fotos meines Feierabendausflugs findet ihr in meinem online Fotoalbum  Berlin