Sonntag, 17. Februar 2013

Trübe Ausicht in Lüneburg

Besonders einladend war das Wetter am Wochenende zwar nicht. Immerhin gab es keinen Regen. Und um nicht wieder das Wochenende vor dem Pantoffelkino zu verbringen haben wir uns spontan zu einem Ausflug nach Lüneburg entschlossen. Schon länger hatten wir die alte Hansestadt für eine Radtour im Visier. Entschlossen uns zu dieser Jahreszeit jedoch für unseren "Kleinwagen". Damit hatten wir auch etwas mehr Zeit für einen Bummel durch die malerische Altstadt. Trotz der trüben Sicht bestiegen wir den Wasserturm bei der Ratsmühle, um uns zunächst einen Überblick zu verschaffen. Danach bummelten wir gemütlich durch die Gassen der Salzstadt. Zum krönenden Abschluss gab es noch den Besuch eines Steakhauses.

mehr Bilder von der Salzstadt Lüneburg

Nachdem wir auf dem Wasserturm bestiegen hatten, wunderten wir uns über ein Gummientchen Brautpaar, was ebenfalls die Aussicht zu genießen schien. Später erfuhren wir, dass der Wasserturm ein beliebter Ort für Hochzeiten ist, weil man sich dort trauen lassen kann.

Erpel "traut" sich zur Brautschau hoch hinaus

Dienstag, 11. Dezember 2012

Baustelle Quartier 21

An einem unserer letzten Sonntagnachmittags Spaziergänge haben wir einen Abstecher zum Gelände des ehemaligen Barmbeker Krankenhauses unternommen wo heute die neue Wohnanlage "Quartier 21" entsteht. Große Teile sind bereits fertig und bewohnt.  Zwischen den historischen Gebäuden, die saniert und umgebaut wurden sind auch neue Häuser errichtet worden. Die Bauarbeiten für das Fitnesscenter in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden am alten Wasserturm sind noch im vollen Gange. Die Eröffnung der fünften Filiale vom "Meridian Spa", im "Wasserturmpalais" ist für das Frühjahr 2014 geplant.


der alte Wasserturm und...
...das ehemalige Wirtschaftsgebäude werden komplett entkernt

Sonntag, 9. September 2012

Seemannsgarn und Weihnachtsmärchen

Die gute Wetterprognose für das ganze Wochenende traf nur halb die Wahrheit, der Sonnabend war kühl und grau der Sonntag hingegen machte seinen Namen alle Ehre. So verbrachten wir den trüben Teil des Wochenendes mit den Pflichten unseres Haushalts und hatten so den Sonntag frei für angenehme Freizeitaktivitäten, die wir mit einem Paddelausflug auf der Alster und den angrenzenden Kanälen kürten. Zunächst paddelten wir auf dem Osterbekkanal. Als wir von den geschützten Gewässern des Kanals in die Außenalster kamen, war es vorbei mit dem gemütlichen Schippern. Denn hier wehte eine frische Brise zur Freude der meisten Segler. Vereinzelt brachte der Wind jedoch einige Segelboote zum kentern. Wir kämpften uns tapfer gegen Wind und Wellen einmal quer über die Alster. Trotz des dichten Verkehrs gelang uns dies ohne Schiffbruch zu erleiden und flüchteten dann in einem ruhigeren Kanal. Doch wir staunten nicht schlecht als uns hier einem Radfahrer entgegen kam. Auf unserer Tour durch die Alsterfleete sichteten wir einen Wal und etwas später kreuzte eine venezianische Gondel unseren Kurs. Als dann der Weihnachtsmann mit seinem Schlauchboot aus dem Feenteich gerudert kam, habe ich mir dann erst einmal verdutzt die Augen gerieben, bevor ich die Kamera gezückt habe. Aber auch auf dem Schnappschuss war er deutlich zu sehen.

unfreiwillige Badefreuden
freiwillige Badefreuden
Radler auf der Alster
whale watching
der Weihnachtsmann inkognito auf Sommertour
und auf Gondeln trafen wir auch

Noch mehr Fotos von unserer Alsterkreuzfahrt

Die Quadratur des Rades

Als man zu den guten, alten Zeiten in Hamburg noch seinen Sperrmüll an die Straße stellen konnte, habe ich mir damals, wegen meiner knappen Ausbildungsvergütung, aus mehreren Schrotträdern ein neues zusammen geschraubt. Es zusätzlich noch mit einigen Neuteilen versehen und in meiner Lieblingsfarbe mit Autolack aus der Sprühdose lackiert. Das ist so heute leider nicht mehr möglich. Wer ein Rad nach seinen Wünschen gestalten möchte muss auf andere Materialquellen zurückgreifen oder Fantasie beweisen, wie jener Zeitgenosse, dessen eigenwillige Konstruktion neulich im Gängeviertel stand. Das Design, aus einem Aluminium Profilbausatz, erinnert in seiner rechteckigen Bauart ein wenig an den Bauhausstil.

Customize (Kasten) Trike

Vielleicht ist es ja auch für mich eine Überlegung wert einen Fahrradhänger selber zu bauen. Nach unserer letzten Radtour nach Sylt habe ich darüber nachgedacht, zum einem wegen der verschwundenen Koffer, aber auch um mal eine Radreise mit mehreren Tagesetappen zu unternehmen, mir einen Anhänger zuzulegen. Zumal mir während der Super Sail Tour 2012 vor Westerland ein Anhänger von Hipsit ins Auge fiel, der auch als Trolley zum Einkaufen benutzt werden könnte. Die Tasche aus Dracon Segeltuch ist abnehmbar und auch als Rucksack zu verwenden. Einen ähnlichen Hänger hat auch der Bike Trailer Hersteller Burley aus den USA im Programm. Der Travoy hat luftgefüllte Reifen und ist sogar zusammenklappbar. Optional gibt es noch eine Auswahl von unterschiedlichen Taschen.

Sonntag, 19. August 2012

Sylt - Inselrundfahrten

Am Montag nach unserer Ankunft galt der erste Schwerpunkt unserem verschwundenen Gepäck. Nach einigen Anrufen beim Logistikunternehmen unter einer teuren 0900er Servicenummer und beim Büro des Vermieters klärte sich der Verbleib doch zügig auf. Der Fahrer des Kurierdienstes hatte sie in die Garage der Ferienwohnung gestellt, wo wir sie dann auch komplett und unversehrt auffanden. Nun konnten wir uns beruhigt um den Einkauf unseres Frühstücks kümmern, dass wir uns nach unserer Rückkehr im Garten der Ferienwohnung zubereiteten. Bei warmen, sonnigen Wetter verbrachten wir auch den Rest des Tages auf der Gartenliege und erholten uns von den Strapazen unserer Anreise bei kühlen Getränken und der mitgebrachten Urlaubslektüre.

chillen im Garten

Am nächsten Tag rafften wir uns für eine Strandwanderung nach Wenningstedt auf und genossen noch zwei Stunden nach unserer Rückkehr die Sonne am Strand in Westerland. Auch an den folgenden Tagen hielt sich das sonnige Wetter, das wir zu Rad- und Wandertouren nutzten oder zum Sonnenbaden am Strand. Bei 19°C Wassertemperatur nahmen wir auch das eine oder andere Bad in der Nordsee. Dabei hatten wir sogar das Glück einige Schweinswale in Küstennähe zu beobachten.

Sylt 2012: Sonne Strand und Meer

Während wir es vorzogen uns das Frühstück selber zuzubereiten, bummelten wir abends durch Westerland und aßen in einem Restaurant unserer Wahl. Natürlich stand auch ein Besuch der größten Fischbude auf dem Programm. Wobei es uns ein wenig besser bei dem Mitbewerber gefiel. Unser Lieblingsrestaurant fanden wir allerdings in der Paulstraße. Die Pizzariva hatten wir schnell in unser Herz geschlossen. Ein romantisches Café entdeckten wir dann noch auf unserem Ausflug nach Keitum, wo sich auch ein Besuch der angeschlossenen Galerie lohnt.

Sylt 1981: Schietwetter, Strand und Meer

Nach zehn Tagen nahmen wir Abschied von der Insel. Auf dem Rückweg nach Hamburg verzichteten wir auf unsere Räder und nahmen lieber den Zug, damit uns der Erholungseffekt erhalten blieb.





Sonntag, 12. August 2012

Radtour nach Sylt - die zweite Etappe

Das Glück mit dem Wetter setzte sich auch am zweiten Tag fort. Nur der Wind frischte während des Tages etwas auf und wehte uns etwas kräftiger als am Vortag entgegen. Doch bevor wir wieder in die Pedalen traten genossen wir das sehr gute und reichhaltige Frühstücksbuffet in der Jugendherberge mit krossen, frischen Brötchen. Gut gestärkt verließen wir Büsum und folgten dem Küstenverlauf bis zu Eidermündung, wo gerade ein Segelboot das Sperrwerk passierte.

der Skipper des Segelbootes fuhr leider nicht nach Sylt

Dort bogen wir ab nach Tönning. In der Bäckerei am Marktplatz folgte unsere erste Pause des zweiten Tour Tages. Da die Bedienung noch in der Einarbeitungsphase schien, dauerte es etwas länger bis wir unseren Kaffee und die Apfelschorle bekamen.

kurze Kaffeepause am Marktplatz von Tönning

Über kleine Landstraßen mit wenig Verkehr überquerten wir die Halbinsel Eiderstedt. Nach Oldensworth folgten wir der Straße nach Witzwort und dann weiter nach Husum.
Nach einem großen, erfrischenden Alsterwasser am Hafen setzen wir unsere Tour fort.

in Husum gab's ein großes Alsterwasser zu Erfrischung

Bei Nordstrand überholten wir auf zwei Radler aus Holland, die wie wir dem Nordseeradwanderweg folgten. Doch leider verpassten wir den richtigen Weg und landeten in Hattstedt. Was uns leider einen kleinen Umweg bescherte. Wenig später waren wir jedoch wieder auf dem richtigen Weg. Und wegen des guten Belages des begleitenden Radweges, machten wir unsere verlorene Zeit wieder gut.

Am Fährhaus in Schlütsiel war wieder Zeit für eine kleine Rast, um unseren Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Dort trafen wir auch wieder auf die Holländer, die hier auch eine Pause einlegten. Mit dem Ziel fast vor Augen verzichteten wir auf feste Nahrung.

desgleichen auch im Fährhaus in Schlütsiel

Ab Dagebüll kämpften wir gegen den stärker gewordenen Wind nach Niebüll. Dort trafen wir gegen 16:40 am Bahnhof ein. Doch bevor wir den Zug besteigen konnten, um uns nach Westerland übersetzen zu lassen mussten wir zunächst an einem Automaten die Fahrkarten lösen. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, hatten wir uns durch die verschiedenen Menüs des Touchscreens gehangelt und unsere Tickets endlich ausgedruckt. Gut dass der Zug nach Sylt Verspätung hatte. Bei der Fahrkartenkontrolle im Zug stellten wir dann fest, dass wir uns doch nicht die richtigen Fahrkarten hatten und mussten unsere Fahrräder nachlösen. Bekamen aber von der freundlichen Schaffnerin den Tipp wie wir es das nächste Mal richtig machen müssten.

Vom Bahnhof Westerland waren es dann nur noch wenige Minuten bis zu unserer Ferienwohnung. Der Wohnungsschlüssel war im Briefkasten deponiert, wo wir ihn ohne Probleme herausnehmen konnten. Nach der ersten kurzen Besichtigung vermissten wir allerdings unser Gepäck, das wir vorgeschickt hatten. Da Sonntag war, konnten wir auch nicht im Büro des Vermieters nach dem Verbleib unserer Koffer fragen. Zum Glück hatten wir noch das Nötigste aus unserem Fahrradgepäck dabei und Handtücher und Bettwäsche mit zum Apartment dazu bestellt. So konnten wir uns noch abduschen, bevor wir uns ein Restaurant zum Abendessen in Westerland suchten.

Ziel erreicht - Westerland auf Sylt


Samstag, 11. August 2012

Radtour nach Sylt - die erste Etappe

Gebannt hatten wir die Wetterprognosen der letzten Tage vor unserer Fahrradreise nach Sylt verfolgt. Würde es trocken bleiben? Woher weht wie stark der Wind, wenn wir die Elbe stromabwärts in Richtung Büsum radeln, unserem erstem Etappenziel auf dem Weg nach Sylt? Die Wettervorhersagen sahen gut aus, Kein Regen und nur mäßiger Wind aus dem Norden. Die Route war genau geplant und zum Teil schon bekannt, das große Gepäck bereits unterwegs, die Räder fahrtüchtig und so brachen wir frisch gestärkt am frühen Morgen auf. Auf dem Weg durch Hamburg zu den Landungsbrücken waren die Straßen um diese Zeit angenehm leer

Leicht bewölkt, angenehme Temperaturen und kaum
Wind - das ideale Wetter für unsere Radtour

Nun folgten wir den Lauf der Elbe stromabwärts. Auf der Elbe begleitete uns ein Mærsk Containerfrachter, mit dem wir gut mithalten konnten. Da wir früh dran waren und kaum jemand unterwegs war, sparten wir uns das Absteigen am Elbwanderweg bei Övelgönne. So kamen wir bis Wedel zügig voran. Dann musste wir wegen des Kraftwerkes das Elbufer verlassen und kamen erst bei Schulau wieder an den Elbdeich. Durch den Umweg hatten wir das Containerschiff aus den Auge

Hinterm Elbdeich ging es weiter

Eigentlich war unsere erste Pause in Hohenhorst bei Haseldorf geplant. Dort wollten wir bei Bedarf einen Abstecher im Cafe Grothe machen, das auch am Sonnabend von 6:00 - 18:00Uhr geöffnet hat. Wegen der Schafe, die am Deich weideten mussten wir bei Haseldorf schon eine Pause einlegen, um unser Beine vom Schafsdreck zu reinigen. Wie gut das wir unseren Schutzbleche an unsere Mountainbikes aufgesteckt hatten, sonst wären noch weiteren Körperteile betroffen gewesen. So verzichteten wir auf den Besuch der Bäckerei und griffen wir auf unseren Reiseproviant zurück.

Zwangspause bei Haseldorf

Während der Pause trafen wir auf einen Radfahrer der sich nach den Öffnungszeiten der Sperrwerke an der Pinnau und der Krückau  erkundigte. Da ich sie mir vorher notiert hatte, konnte ich ihm beruhigt die Auskunft geben, dass er es auf jeden Fall vor der Sperrung am Mittag zwischen 13:00 und 14:00Uhr schaffen würde. Nach unserer Pause folgten wir ihm und kamen am Sperrwerk der Pinnau an, das gerade einen Kahn passieren ließ. Aber schon nach einer kurzen Wartezeit schwenkte es zurück und unsere Tour ging weiter.

wieder ein kurzer Stopp am Pinnau Sperrwerk

Bis Glückstadt fuhren wir auf der uns bekannten Route am Deich entlang. Das Sperrwerk an der Krückau konnten wir ohne Unterbrechung passieren. In der Nähe des Fähranlegers nach Wischhafen legten wir vor der Mittagspause eine weitere Rast ein, in der wir ein Stück Obst aßen. Die Hälfte der ersten Tagesetappe hatten wir geschafft.

Ein Stück weiter haben wir dann unseren Proviant eingenommen.

Nach der kurzen Pause radelten wir am Elbdeich weiter. Nach der Überquerung der Stör fuhren wir durch Brokdorf. Bei Sankt Margarethen bog der Radwanderweg ein gutes Stück ins Landesinnere ab und wir erreichten nach wenigen Kilometern Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal. Mit der Fähre ließen wir uns über den Kanal setzen und aßen im Restaurant "Zum Yachthafen" zu Mittag. Das Essen war reichhaltig und schmeckte uns gut. Auch die Bedienung war sehr freundlich und füllte unsere Fahrrad-Wasserflaschen kostenlos auf.

Mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal
Drüben angekommen, war erst einmal Mittagspause

Gut gestärkt verließen wir den Elbradwanderweg. Das nächste Ziel war Sankt Michaelisdon. Als uns im Ort plötzlich eine Draisine über den Weg fuhr, fiel mir vor Schreck meine Kamera aus der Hand. Was zur Folge hatte, dass der Bildschirm nicht mehr funktionierte und ich fortan nur noch den optischen Sucher benutzen konnte.

Achtung Draisine kreuzt

Mit Ärger im Bauch über mein eigenes Ungeschick ging es weiter in Richtung Norden. Kurz vor Meldorf bogen wir westwärts ab und gelangten beim Meldorfer Hafen an die Nordseeküste. Von hier aus waren es nur noch 10Km immer am Deich entlang bis zu unserem ersten Etappenziel Büsum, das wir kurz nach 16:00Uhr erreichten. Die Übernachtung mit Frühstück hatten wir in der Jugendherberge gebucht. Für die Räder gab es einen Stellplatz im Schuppen. Unser Zweibettzimmer hatte eine Waschgelegenheit. WC und Dusche befanden sich auf dem gleichen Flur. Nachdem wir uns dort den Reisestaub abgespült hatten, bummelten wir noch durch Büsum und aßen noch eine Kleinigkeit in einem Restaurant am Hafen. Für das N-JOY Konzert mit Tim Bendzko und anderen Künstlern, das zufällig am gleichen Abend an der Kurpromenade veranstaltet wurde, waren wir allerdings zu müde. Wir unternahmen nur noch einen kleinen Verdauungsspaziergang, um unsere Beinmuskeln ein wenig aufzulockern und fielen dann erschöpft in unsere Etagenbetten.

 Büsum unser erstes Etappenziel