Sonntag, 22. Januar 2012

Hafenbummel mit nassen Füßen

Als gestern in N3 Fernsehen vor einer Sturmflut gewarnt und wieder mal die Autofahrer darauf hingewiesen wurden ihr Fahrzeuge nicht am St. Pauli Fischmarkt abzustellen, wollten wir heute mal sehen wer sich die Warnung zu Herzen genommen hat. Leider blieb unsere Sensationslust unbefriedigt. Das Wasser reichte zwar genau bis zur Oberkante der Kaimauer aber außer einer größeren Pfütze, die man weitläufig umgehen musste, war der Fischmarkt trockenen Fußes begehbar. Lediglich wer auf den Anleger vor der Fischauktionshalle wollte lief Gefahr sich nasse Socken zu holen. Immer wenn ein Schiff vorbei fuhr, spritze das Elbwasser durch die Lücken in den Planken kleine bis mittlere Fontänen. Wer nicht aufpasste holte sich schnell nasse Füße.

gutes Timing und Geschick bewahren vor nassen Füßen
hoch und trocken im Stilwerk


Nach einem kurzen Abstecher im Stilwerk, wo wir uns für eine Weile vor dem Regen unterstellten, bummelten wir weiter über die Ladungsbrücken zum Gewürzmuseum in der Speicherstadt. Der Regen hatte zwar nicht nachgelassen, doch durch den Rückenwind peitschte er uns nicht mehr direkt ins Gesicht. Im neu eröffneten Gewürzmuseum gab es leider nichts wesentlich Neues zu entdecken. Worauf wir uns rasch wieder auf den Heimweg machten und  es uns bei einem heißen Tee auf der Couch gemütlich machten.

unter der neuen Adresse alles beim Alten
mehr Bilder vom Hafenbummel

Sonntag, 15. Januar 2012

Bremerhaven

Bisher dachte ich Bremerhaven sei keine Reise wert und so hat mich bisher auch nicht dort hingezogen. Eine Stadt ohne historischen Stadtkern und Schiffe gibt es ja auch hier im Hamburger Hafen jede Menge. Doch nun habe ich meine Meinung geändert. Bei sonnigem Wetter ging es am vergangenen Sonntag an die Weser und ich war schlicht begeistert, was diese Stadt zu bieten hat. Wer an der Waterkant entlang marschiert findet viele Sehenswürdigkeiten, die zum verweilen einladen.

Zoo am Meer
 
Hotelturm mit Aussichtsplattform gleich daneben das Klimahaus

Unweit des Zoos am Meer befindet sich das Klimahaus, in dem man entlang des achten Längengrades die Klimazonen der Erde durchwandern kann. Direkt daneben erhebt sich der Hotelturm des Atlantic Sailcity. Mit dem Aufzug gelangt man auf die Aussichtsplattform, von wo man einen weiten Blick über die Stadt und den Fluss hat. Wer sich für die Schifffahrt interessiert der findet im Museumshafen viele historische Schiffe und gleich im Anschluss das Schifffahrtsmuseum. Gleich neben findet man das Shoppingcenter Mediterraneo sowie das Auswandererhaus. Da das Wetter so schön war und die Zeit einfach zu knapp, haben wir uns für unseren ersten Besuch in Bremerhaven auf die Sehenswürdigkeiten im Freien beschränkt. Natürlich durfte dabei auch kein Abstecher zum Seehafen nicht fehlen.

 

Ein kleines Rätsel zu Abschluss, wer kann mir sagen wofür die Buchstaben B und H stehen, die am Wettertelegrafen angebracht sind. Es sind weder die Initialen der Ausflügler noch die von BremerHaven.

Die Windsemaphoren von Cuxhaven (links) und Bremerhaven (rechts)


Die Lösung: nach dem ich herausgefunden habe, dass die Wettertelegraphen korrekt eigentlich Windsemaphoren heißen, fand ich auch den Hinweis zu den Buchstaben. B steht für Borkum und H für Helgoland. Näheres unter Wikipedia.

weiter Fotos von unserem Ausflug nach Bremerhaven

Samstag, 14. Januar 2012

Kiekeberg

Ein Besuch im Freilichtmuseum Kiekeberg

Mehr aus Zufall sind wir am letzten Sonnabend Nachmittag im Freilichtmuseum Kiekeberg gelandet, denn eigentlich wollten wir uns den Geflügelhof anschauen von dem wir unsere Putenbrüste und Hähnchenschenkel beziehen. Aber weil uns die Verkäuferin in unserem Laden einen falschen Termin für den Tag der offenen Tür genannt hatte, haben wir uns die Nase gestoßen. Damit der Ausflug in den Landkreis Harburg nicht ganz vergeblich war, statteten wir dem Freilichtmuseum Kiekeberg einen Besuch ab. Auf dem 12 Hektar großem Gelände stehen über 30 historische Gebäude mit originaler Inneneinrichtung. In den Ställen der alten Bauernhäuser findet man sogar Kühe und Schweine. Frisches, lebendes Geflügel gab es auch noch zu sehen. Allerdings ist das Schlachtfest erst am nächsten Sonntag.

bis nächsten Sonntag

noch ein paar mehr Fotos vom Kiekeberg

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Orignal Dresdener Stollen

In den Supermärkten gibt es schon Weihnachtsgebäck zu kaufen. Leckere Lebkuchen, Spekulatius und Christstollen. Da ich weiß dass Stollen einige Wochen Ruhezeit benötigen bis man sie verzehren darf, habe ich mal wieder darüber nachgedacht mich an original Dresdener Stollen zu versuchen. Meine vorangegangenen Backversuche waren bis auf das Stollenkonfekt nicht gerade von Erfolg gekrönt. Nach einer längeren Phase der Rezeptrecherche im Internet habe ich mich dann entschlossen es in diesem Jahr sein zu lassen und doch lieber einen fertigen vom Bäcker zu kaufen. Aber wenn schon denn schon, direkt von einem Bäckerladen elbaufwärts in Dresden. So haben wir uns vor einigen Tagen nach Dresden aufgemacht und für zwei Nächte in eine Pension am Stadtrand einquartiert. Von dort unternahmen wir dann ausgedehnte Spaziergänge durch das Elbflorenz. Leider reichte die Zeit nicht um alle Sehenswürdigkeiten ausführlich zu erkunden. So haben wir uns vorgenommen der schönen Stadt irgendwann einen weiteren Besuch abzustatten. Den Stollen haben wir  natürlich nicht vergessen und damit wir ihn nicht vorher vernaschen erst einmal gut weg gepackt.

eine beliebte Sehenswürdigkeit die Frauenkirche in der
inneren Altsatdt am südlichen Elbufer von Dresden

für ein paar Schnappschüsse von Dresden fand sich doch noch eine Gelegenheit

Dienstag, 11. Oktober 2011

Im Süden von der Elbe…

Das Wetter versprach Besserung, also rafften wir uns von unserer Couch auf und unternahmen spontan einen kleinen Ausflug in der vergangenen Woche. Bei unserer Tour in den Süden der Elbe, trafen wir auf ein merkwürdiges Gespann. 

beliebtes Verkehrsmittel für die Besucher von Dresden

Wie viel PS kann man wohl aus einem Zylinder rausholen und was verbraucht der so? Fragen hab' ich mich nicht getraut, weil ich das Fachgespräch der "Kutscher" nicht unterbrechen wollte. Da wir außerdem gerade einen ausgedehnten Rundgang durch die südliche Altstadt hinter uns hatten, mussten wir uns erst einmal um unsere eigenen Kraftstoffreserven kümmern.

Das Teil wiegt ungefähr 180 kg und ist durch ein Elektromotor unterstütz. Fährt sich super und ziemlich wendig. Ideal in der Stadt.
 

Freitag, 30. September 2011

Knopfzerbrechen

Die Bettelampeln für Radfahrer und Fußgänger (Amtsdeutsch: Anforderungslichtzeichenanlage) nerven mich, seit dem man sie zunehmend häufiger auch an den normalen Kreuzungen installiert. Etwas irritiert beobachtete ich neulich eine Passantin, die nicht mit ihrer Hand die gelbe, buckelige Fläche berührte, sondern unter dem Kasten auf Irgendetwas drückte, wobei die Leuchtmeldung "Signal kommt" prompt aufleuchtete und nicht erst nach drei Sekunden Verzögerung. Neugierig geworden, warf ich einen Blick unter den Sensorkasten und fand dort gut versteckt tatsächlich einen klassischen Knopf zum Drücken, der mir freundlich entgegen grinste. Nun frage ich mich warum gibt es das Sensorfeld und verbirgt den Knopf an der Unterseite?

der gut versteckte Druckknopf...
...lacht an der Unterseite
Der Knopf an der Unterseite ist zum Anfordern des Blindensignals. Wird dieser nicht betätigt bleibt das Suchsignal auch bei Grün aktiv. Bei Betätigung erklingt mit Grün auch der Gehton. Der Pfeil gibt dem Blinden die Gehrichtung vor.

Montag, 26. September 2011

Auf den Spuren der Hamburger Marschenbahn

Auf der Suche nach einem Radweg etwas abseits der Straßen zum Hohendeicher See an der Elbe entdeckten wir irgendwann die Trasse der ehemaligen Marschenbahn. Seitdem gehört die Route zu unseren Favoriten.

Sportboote an der Billhuder Insel
alter Wasserturm

Der Startpunkt für die meisten unserer Radtouren liegt in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Wandsbek-Gartenstadt. Wo es geht wähle ich ruhige Wege entlang von Grünzügen oder durch Kleingärten. Auf der Elbinsel Kaltehofe ist die Straße hinter dem Elbdeich für den Autoverkehr gesperrt. Am Wochenende toben sich viele Radrennamateure aus. Wer es gemütlicher mag genießt die Aussicht auf die Wasserkunst, einem ehemaligem Klärwerk und dem Holzhafen.

Wasserkunst Kaltehofe
Blick über den Holzhafen auf das Kraftwerk Tiefstack

Hinter der Tatenberger Schleuse fahren die meisten Radsportler am Deich weiter, während wir abbiegen und entspannt auf dem Tatenberger Marschenbahndamm weiter radeln. Zwischen Feldern und Wiesen führt er durch die Elbmarsch über Ochsenwerden und Fünfhausen nach Zollenspieker, einem beliebten Ausflugziel für Biker. Am Fähranleger bietet ein Imbiss die Möglichkeit für eine Erholungspause. Während wir uns bei einem Alsterwasser erfrischen schauen wir uns das Treiben auf der Elbe an oder bestaunen die Motorräder der Biker, die hier mit uns eine Pause einlegen.

Tatenberger Marschenbahntdamm
Fähranleger Zollenspieker
Pegelturm

Heute bin ich allein auf Tour. Die Pause fällt kurz aus. Noch ein Blick auf das Zollenspieker Pegelhaus, dann fahre ich weiter am Deich entlang die Elbe aufwärts bis ich am Kirchwerder Mühlendamm nach Norden abbiege. Mein Weg führt mich dann auf der Trasse der Kirchwerder Marschenbahn weiter nach Osten. Doch ich lasse es mir nicht nehmen noch schnell einen Abstecher zur Riepenburger Mühle zu machen, um dort einen Schnappschuss zu knipsen. Kurz vor West-Krauel verlasse ich die Bahntrasse und mache mich langsam wieder nach Norden in Richtung Heimat. Am Hofcafé Eggers ist tote Hose. Keine Chance auf ein Stück Kuchen. Ohne Pause fahre ich weiter. Die Gose-Elbe begleitet mich ein Stück des Weges. Dann wechsle ich ans Ufer der Dove-Elbe. Für die altehrwürdige Dreieinigkeitskirche lege ich noch einen kurzen Fotostopp ein. Dann mache ich mich ohne weitere Zwischenstopps auf den Heimweg. Wobei ich wieder möglichst die Hauptstraßen meide ruhige Wege entlang von Grünzügen wähle.

Hof Eggers
Dreieinigkeitskirche
die Bille in der Boberger Niederung

Nach gut 65 km erreiche ich meinen Ausgangspunkt. Am Imbiss im U-Bahnhof gönne ich mir einen Döner und ein kaltes Getränk zur Erfrischung.

hier gibt's weitere Bilder von der Tour nach Kirchwerder